Fotos: LRZ / Unipor, München

Profilglas vor Ziegelmauerwerk

ID-06-UFotos: LRZ / Unipor, München

Auch sehr kompakte Wohnhausarchitektur muss nicht einförmig wirken. Bei einem Wohnhaus in Dachau lockert ein Anbau das massive Erscheinungsbild auf und bildet durch seine Glasfassade einen optisch reizvollen Kontrast zum dunklen Putz des Haupthauses. Der Baukörper wird optimal durch eine wirtschaftlich schlanke Gebäudehülle aus porosierten Planziegeln ergänzt. Sie stellt hohen baulichen Wärmeschutz sicher – und das ohne ein kostspieliges Wärmedämmverbundsystem.

Profilglas vor Ziegelmauerwerk

Kompaktes Wohnhaus mit auffälligem Anbau 

Der Entwurf des Architekten Horst Stepper (Dachau) sah einen zweigeschossigen, anthrazitfarbenen Gebäudekubus mit einem extensiv begrünten Flachdach vor. Der Grundriss ergab sich aus der für die vorgesehene Raumnutzung jeweils optimalen Himmels­ausrichtung sowie aus energetischen Aspekten. Nass- und Technikräume orientieren sich nach Osten und befinden sich aus Wärmeschutz-Gründen wie auch der auf der Nordseite angeordnete Flur- und Treppenbereich hinter einer weit­gehend geschlossenen Fassade. Der Wohn-, Ess- und Küchenbereich geht fließend ineinander über und öffnet sich durch raumhohe, über Eck gehende Verglasung nach Süden und Westen zum Garten hin. Die Öffnung zur südlichen Sonnenseite durch entsprechend plat­zierte Fenster setzt sich bei den Schlafräumen im Obergeschoss konsequent fort.

Für das Arbeitszimmer mit angeschlossenem Lager­raum wurde ein eingeschossiger Anbau mit Flachdach an­gegliedert. Die unterschiedlichen Raumfunktionen des Anbaus drücken sich im differenzierten Wandaufbau aus. Während beim Arbeitszimmer die hinterlüftete Fassade aus gewalztem Alkali-Gussglas vor einem verputzten Ziegelmauerwerk angeordnet ist, bildet sie beim Lagerraum komplett die Außenhülle.

Naturnahe wirtschaftliche Bauweise gewünscht

Der geforderte Wärmeschutz sollte in monolithischer Bauweise ohne Wärmedämmverbundsystem erreicht werden. Deshalb kam ein 36,5 Zentimeter starker Gitterplanziegel mit dem geringen Wärmedurchgangswert U= 0,28 W/(m²K) zum Einsatz. Ideal ist der Ziegel auch für den sommerlichen Wärmeschutz. Er gleicht Temperaturschwankungen aus und reguliert die Luftfeuchte. Das Wohnklima ist zu jeder Jahreszeit optimal.

Architekt:

s.o.z. GmbH, stepper oder zinstag architekten/ingenieure
Schleissheimer Strasse 12
85221 Dachau

Ausführende Baufirma:

Bauunternehmen Josef Baumgartner GmbH & Co.KG
Münchener Strasse 26
85247 Schwabhausen

Bauherr:

Privat

Standort:

Dachau

Kategorie:

Einfamilienhäuser

Baujahr:

2007

 

 

Ziegelformat:

36,50 cm gefüllt

U-Wert:

0,28 W/m²K

Wohn-/Nutzfläche: 174 m²/49 m²
Kosten des Bauwerks: 250.000 Euro nach DIN 276

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