In Frankfurt am Main setzt der städtische Wohnungsbaukonzern ABG Frankfurt Holding konsequent auf energetisch optimiertes Bauen. Jetzt realisierte das Unternehmen mit dem Tochterunternehmen FAAG ein Mehrfamilienhaus. Fotos: LRZ / Wienerberger / Johannes Vogt

Wohnen am Dom in Frankfurt am Main

ID-33-PORFotos: LRZ / Wienerberger / Johannes Vogt

Um die Frankfurter Innenstadt neu zu beleben, soziales und familienfreundliches Wohnen zu ermöglichen, setzt die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding auf maßvolle Nachverdichtung. In einem Wohnquartier südöstlich des Doms wurde ein Mehrfamilienhaus in Passivhaus-Niveau errichtet.

Wohnen am Dom in Frankfurt am Main

Das Bauvorhaben wurde durch das renommierte Büro Prof. Christoph Mäckler Architekten realisiert. Mit seinem Entwurf hat der Verfechter der Massivbauweise mit Ziegeln die Anmutung der historischen Bebauung am Römerberg in eine moderne Formensprache übersetzt.

Identitätsstiftende Lückenbebauung

Der rechteckige Baukörper ist in zwei zueinander verschobene, nahezu gleich große Gebäudeteile gegliedert. Charakteristisch sind die Satteldächer mit unterschiedlicher Firsthöhe und Dachneigung bei gleicher Traufhöhe sowie die schmalen Spitzgiebel. Die zentrale Erschließung mit Aufzug, Treppenhaus und Zugang zur Tief findet sich in der Gebäudemitte auf der Südseite. Davon gehen jeweils die Wohnungen mit 60 bis 150 Quadratmetern Fläche ab. Die lichte Raumhöhe von 2,70 Meter gehört zu den Besonderheiten des Gebäudes. Alle Wohnungen verfügen über Terrassen, Balkone oder Loggien mit Südausrichtung. Südwestlich erweitern sich das Erd- und das erste Obergeschoss um einen kubischen Annex, an den sich ein eingeschossiger Anbau mit Flachdach anschließt.

Neue Visitenkarte in monolithischer Bauweise

Da das gesamte Quartier mit einer Tiefgarage unterbaut ist, war die Gründung des Neubaus eine Herausforderung. Die Lasten werden über Stützen durch die bestehende Tiefgarage in eigene Fundamente (Kleinbohrpfähle) abgetragen. Die Außenwände bestehen aus einem 49 Zentimeter starken und mit Mineralwolle Verfüllten Ziegel. Die Wohnungstrennwände aus Planfüllziegeln bieten bestmöglichen Schallschutz, ein sehr wichtiger Aspekt im mehrgeschossigen Wohnungsbau.
In Massivbauweise errichtet und mit dreifach verglasten Fenstern versehen, erreicht das Gebäudeensemble auch unter den gegebenen städtebaulich kritischen Randbedingungen (hoher Verschattungsgrad – geringe solare Energiegewinne) einen sehr niedrigen Heizwärmebedarf und einen Jahres-Primärenergiebedarf von 25,7 kWh/m²a.


In Frankfurt am Main setzt der städtische Wohnungsbaukonzern ABG Frankfurt Holding konsequent auf energetisch optimiertes Bauen. Mit dem Projekt „Wohnen am Dom“ hat sie zusammen mit dem Architekten Prof. Christoph Mäckler ein Zeichen für identitätsstiftende Lückenbebauung in der Innenstadt gesetzt und die vielfältigen Einsatzbereiche von Ziegeln im mehrgeschossigen Wohnungsbau ausgelotet.

Architekt:

Christoph Mäckler Architekten
Platz der Republik 6
60325 Frankfurt am Main

Bauherr:

ABG FRANKFURT HOLDING
Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH
Niddastraße 107
D- 60329 Frankfurt

Standort:

Große Fischerstraße 10
60311 Frankfurt am Main

Kategorie:

Städtebau

Baujahr:

2010 – 2012

 

 

Bruttogeschossfläche:

1.770,00 m²

U-Wert:

0,14 W/m²K

Energiebedarf:

25,7 kWh/qma

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