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Attraktives Mehrgenerationenhaus aus Ziegeln

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Geradlinige Architektur mit einzigartiger Ausstrahlung. Auf diesen Nenner lässt sich der Entwurf der Architektin bringen. Was auf den ersten Blick zeitlos aussieht, wird beim zweiten Hinschauen als gewagte Backsteinarchitektur mit Designeranspruch wahrgenommen. Das bekam das Architektenpaar, gleichzeitig Mitbauherr, auch in einigen Gesprächen mit Nachbarn und Kollegen zu spüren. Dennoch, die Geradlinigkeit des Entwurfes und die Auswahl der Materialien nimmt auch den anfangs Zögerlichen für dieses Mehrgenerationenhaus ein.

Attraktives Mehrgenerationenhaus aus Ziegeln

Am Rande einer Wohnsiedlung aus den 70er-Jahren wich 2011 ein seit Jahren leer stehendes Haus diesem Ersatzneubau, den die Architektin, Anja Engelshove, für ihre vierköpfige Familie sowie ein Elternpaar plante und realisierte. Der unverbaute Blick nach Südwesten und die Größe des Grundstückes erlaubten zwei angrenzende Kuben, die in ihren Grundrissen nach den Blickachsen in die Natur ausgerichtet sind. Während die Eltern auf einer Ebene leben, bietet der Bereich für die junge Familie genügend Rückzugsmöglichkeiten im ersten Obergeschoss.

Mit sicherem Gespür wurden Materialien ausgewählt. Die Kombination der anthrazitfarbenen Fassadentafeln im Eingangs-, Terrassen- und Innenbereich besticht mit den gleichfarbigen Aluminiumfenstern und Raffstores. Proportionen und Details sind stimmig zur hellgrauen Fassade und den kubischen Regelformen. Die besondere Vermauerung und das Licht-Schatten-Spiel durch die bewusst weggelassene Verfugung machen fühlbar, dass jeder Wasserstrichziegel ein Unikat ist. So entsteht eine spannungsreiche Struktur der Fassade.

Mehrgenerationenhaus aus Ziegeln

Architektin und Bauunternehmer sind bewusste Verfechter von massivem Bauen mit Ziegeln. Für die Wandlösung der Außenmauern kamen Ziegel in der Wandstärke von 17,5 Zentimetern zum Einsatz. Die Wohnungstrennwand bietet mit speziellen Ziegeln die nötigen Schallschutzwerte.

Die hochwärmedämmende zweischalige Konstruktion war, nahezu wärmebrückenfrei, eine wichtige Voraussetzung für das nach Passivhausprojektierungspaket (PHPP) geplante Gebäude. Architektin und Baufirma verfügen über umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet. Der Jahresheizenergiebedarf liegt bei 22,1 KWh/ m² a; der Jahresprimärenergiebedarf bei 22,2 KWh/ m² a. Ergänzt durch dreifach verglaste Fenster, eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, eine Sole/Wasser-Wärmepumpe, die im Sommer gleichzeitig passiv kühlen kann, sowie die sparsame Fußbodenheizung in allen Räumen profitieren die Bauherren künftig von niedrigen Betriebskosten. Das, was sie langfristig für Heizung und Warmwasser sparen, konnten sie bereits jetzt in ihr attraktives Zuhause investieren.

Architekt:

Engelshove
Ingenieur-Büro | Architektur | Bauunternehmen
Dieselstraße 3
48485 Neuenkirchen

Bauherr:

Fam. Engelshove

Kategorie:

Einfamilienhäuser

Baujahr:

2011-2012

 

 

Nettogeschossfläche nach DIN 227:

590,00 m²

Ziegelformat:

17,50 cm gefüllt

KFW Effizienzhausstandard:

Passivhausprojektierungspaket (PHPP)

Haustechnisches Konzept:

- dreifach verglaste Fenster
- kontrollierte Lüftung mit Wärme-Rückgewinnung
- Sole/Wasser-Wärmepumpe

Jahresheizenergiebedarf:

22,1 KWh/m²a

Jahresprimärenergiebedarf:

22,2 KWh/m²a

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