Ausstellung im DAM: „FRAU ARCHITEKT“

Frauen im Architekturberuf – bis zum 8. März

Porträtzeichnung: Lino Salini

Noch bis zum 8. März 2018 kann im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt die „FRAU ARCHITEKT“ besichtigt werden.

Vor mehr als hundert Jahren wurden Frauen erstmals an den Technischen Hochschulen in Deutschland zu diplomierten Architektinnen ausgebildet und haben – oft mit innovativen Ideen und nicht selten gegen massive Widerstände – maßgebliche Beiträge zur Entwicklung der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts geleistet.

Angefangen im Jahre 1907 mit der Gründerin des ersten Architekturbüros in Deutschland bis hin zur Nachwendezeit wird die Rolle der Frau in der Architekturgeschichte auf eindrucksvolle Art und Weise dargestellt. Verschiedene Werkbeispiele, persönliche Geschichten von Frauen in Deutschland und 22 Portraits zeigen dem Betrachter, dass Architektur nicht nur Männersache ist. Seit einigen Jahren studieren mehr Frauen als Männer an den Architekturhochschulen. Der Trend ist europaweit, in Deutschland mit mehr als 53 Prozent am deutlichsten. Andererseits gibt es unter den im Beruf tätigen Architekten erst 30,9 Prozent Frauen.

Zwar erreichen heute mehr Frauen als früher leitende Positionen als Partnerinnen in Architekturbüros, als Hochschullehrerinnen, als Präsidentinnen von Architektenkammern, an dem Geschlechter-Missverhältnis in der Architektur ändern solche Karrieren dennoch wenig. Die Gründung von Büros, die Besetzung einflussreicher Stellen und Professuren ist noch immer Männersache. Die Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum geht diesem Phänomen nach und zeigt historische und aktuelle Entwicklungen.

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