Bauen in Berlin und Brandenburg

Preisanstieg von über 3 Prozent

Foto: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

Im Februar 2017 stiegen die Preise für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleitungen am Bauwerk) gegenüber Februar 2016 in Berlin um durchschnittlich 3,3 Prozent und im Land Brandenburg um 3,5 Prozent. Damit lag die jährliche Preiserhöhung am Bau in Berlin erstmals seit sechs Jahren und in Brandenburg erstmals seit vier Jahren wieder über 3 Prozent, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Die ersten beiden Monate des Jahres 2017 brachten keine Entspannung bei den Baupreisen. Im Gegenteil: Der seit einem Jahr zu beobachtende zunehmende Auftrieb der Baupreise hat sich im Februar 2017 mit dem Überschreiten der 3-Prozent-Marke in beiden Ländern deutlich verstärkt.

In beiden Ländern unterlagen Ausbauarbeiten erneut einem höheren Preisschub als Arbeiten im Rohbau. Jedoch nahm die jährliche Teuerung für Rohbauarbeiten im Vergleich zu November 2016 deutlich stärker zu als die im Ausbau, was einen Trend zur Angleichung der Teuerungen vermuten lässt. Der Anstieg der Preise im Rohbau erhöhte sich binnen Jahresfrist in Berlin von 2,1 Prozent im November 2016 auf 3,0 Prozent im Februar 2017.

Nennenswerte Teuerungen binnen Jahresfrist gab es in Berlin für Gerüst-, Abdichtungs- und Tapezierarbeiten mit rund 6 bis 9 Prozent. Maler- und Lackierarbeiten sowie die Installation von Heiz- und zentralen Wassererwärmungsanlagen kosteten um die 5 Prozent mehr. In Brandenburg sind Teuerungen für Abdichtungsarbeiten, die Installation von Raumlufttechnischen Anlagen oder Nieder- und Mittelspannungsanlagen sowie Fliesen, Platten-, Putz- und Stuckarbeiten mit rund 5 bis 6 Prozent erwähnenswert. Während sich in Brandenburg auch Mauer- und Betonarbeiten, die Bauarbeiten mit dem größten Anteil am Neubau für Wohngebäude, gegenüber Februar 2016 mit je rund 4 Prozent überdurchschnittlich verteuerten, stiegen in Berlin lediglich die Preise für Betonarbeiten mit rund 5 Prozent überdurchschnittlich an. Der Preisanstieg für Mauerarbeiten lag hier nur bei gut 1 Prozent. Auch die Neubaupreise für Nichtwohngebäude und Straßen stiegen mit Erhöhungen von mehr als 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr in beiden Ländern deutlich stärker als im November 2016. Für die Instandhaltung eines Wohngebäudes zahlte man im Februar 2017 in beiden Ländern rund 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Den stärksten Anstieg bei der Betrachtung nach Bauwerken gab es mit über 6 Prozent in Berlin bei Schönheitsreparaturen in einer Wohnung, die hingegen in Brandenburg mit nur gut 2 Prozent den schwächsten Anstieg verzeichneten.

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