Niederbayerische Wohnungsbaukonferenz: Leipfinger-Bader appelliert an Kommunen

„Der Wohnungspakt Bayern muss sinnvoll umgesetzt werden“

Foto: Leipfinger Bader

Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck hat im Landshuter Bernlochnersaal den Wohnungspakt Bayern auf der Wohnungsbaukonferenz für Niederbayern vorgestellt. Zugleich appellieren die Leipfinger-Bader (LB) Ziegelwerke aus Vatersdorf (Landkreis Landshut) an die Kommunen, das staatliche Investitionsprogramm sinnvoll für die Ortsentwicklung zu nutzen. "Das Geld muss klug eingesetzt werden", sagt LB-Chef Thomas Bader. "Das heißt vor allem, dass Unterkünfte für Flüchtlinge und dringend notwendiger sozialer Wohnungsbau in Massivbauweise errichtet werden sollten, damit keine Siedlungen entstehen, die langfristig ganze Viertel oder sogar Ortskerne stigmatisieren." Mit einem Ziegelbau halte sich eine Kommune alle Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten für die Zukunft offen. Denn dieser sei auch nach vielen Jahren noch in gutem Zustand und könne mit geringem Aufwand an alle gewünschten Zwecke angepasst werden. "Das ist die Form von Nachhaltigkeit, die man trotz Flüchtlingskrise im Wohnungsbau braucht - auch, um eine Konkurrenz zwischen Flüchtlingen und anderen Wohnungssuchenden von Anfang an zu vermeiden."

Um eine angemessene Wohnraumversorgung für alle Bürger und anerkannten Flüchtlinge zu erreichen, spielten kurze Bauzeiten und die Wirtschaftlichkeit die entscheidende Rolle. "Beide Kriterien können Ziegelbauten sehr gut erfüllen", sagt Bader. Im niederbayerischen Mamming zum Beispiel sei soeben ein dreigeschossiges Wohnheim innerhalb von nur 16 Wochen entstanden. Die Ziegelbauweise mache die kurze Dauer vom Bau der Bodenplatte bis zur Übergabe des fertig möblierten Gebäudes möglich. "Und in der Kostenfrage kommt eine aktuelle Studie der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen zu dem Ergebnis, dass der Mauerwerksbau die wirtschaftlichste Konstruktionsart für alle Wohngebäude ist." Außerdem würden Ziegelbauten den besten Brandschutz bieten und auch starken Unwettern dauerhaft standhalten. Mauerwerk erfülle zudem die strengsten Energieeinsparverordnungen und schone allein schon damit langfristig die kommunalen Haushalte.

Die bayerische Staatsregierung will mit dem Wohnungspakt Bayern den Bau von 28 000 neuen Wohnungen im Freistaat mit rund 2,6 Milliarden Euro unterstützen. Das kommunale Förderprogramm soll Städten und Gemeinden dabei helfen, schnell günstigen Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge zu schaffen. "Das ist eine gesellschaftlich enorm wichtige Aktion", sagt Bader. Schließlich gehe es dabei um entscheidende Weichenstellungen für die Kommunen und die Bürger vor Ort.

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