Wohnungsbaukonferenz in der Oberpfalz

Nachfrage auf Wohnungsmarkt auch in strukturschwachen Regionen: Fördersatz von 90 Prozent für Sanierung von Leerstand

Foto: Unipor München

"Nur mit vereinten Kräften können wir das starke Maßnahmenpaket 'Wohnungspakt Bayern' umzusetzen und mehr Wohnungen für alle in Bayern bauen" hat Bayerns Innen- und Baustaatssekretär Gerhard Eck in Regensburg betont. Vor regionalen Vertretern von Staat, Kommunen, Verbänden, Kirchen und Investoren eröffnete Eck die regionale Wohnungsbaukonferenz in der Oberpfalz und stellte die umfangreichen Förderangebote vor: "Der Bedarf an preisgünstigem Wohnraum steigt immens. Wir setzen uns deshalb für mehr Wohnungsbau ein, hierfür wollen wir rund 2,6 Milliarden Euro bis 2019 zur Verfügung stellen." Mit einem staatlichen Sofortprogramm, einem kommunalen Förderprogramm und dem Ausbau der allgemeinen Wohnraumförderung sollen 28.000 neue staatlich finanzierte oder geförderte Mietwohnungen in ganz Bayern bis 2019 entstehen. "Um die Herkulesaufgabe zu stemmen, stellen wir nicht nur Fördermittel bereit und beraten Sie bei Projekten, sondern wir wollen auch Investitionshemmnisse gezielt abbauen", fasste Eck zusammen.

"Der 'Wohnungspakt Bayern' ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance für die Oberpfalz", so Eck weiter. In den vergangenen fünf Jahren wurden hier mit Mitteln des Bayerischen Wohnungsbauprogramms in Höhe von 78 Millionen Euro über 1.000 Eigentums- und 570 Mietwohnungen sowie 200 Heimplätze für Menschen mit Behinderung gefördert. Außerdem konnten mit Hilfe der Studentenwohnraumförderung in Höhe von 8,5 Millionen Euro rund 300 Plätze mehr entstehen. Eck: "Dadurch helfen wir unseren Studierenden in Amberg, Regensburg und Weiden und entlasten zugleich den allgemeinen Wohnungsmarkt. Damit nicht genug: Bis 2017 finanzieren wir in Regensburg mit rund 6,9 Millionen Euro die Sanierung von 230 Plätzen in Studentenwohnheimen". Auch die Instandsetzung von leerstehenden Gebäuden, die nach der Sanierung als Wohnraum genutzt werden können, wird gefördert. "Durch die starke Wohnungsnachfrage können strukturschwache Gegenden jetzt eine Renaissance erleben und werden vom Staat dabei noch stärker als bisher unterstützt. Mit einem Fördersatz von bis zu 90 % der förderfähigen unrentierlichen Kosten bieten wir den Gemeinden in der Städtebauförderung einen außerordentlich hohen Anreiz zur Mobilisierung von Leerständen an. Wir peilen hier im kommenden Jahr rund 300 Wohnungen an", so Eck.

Im Rahmen des 'Wohnungspakts Bayern' plant und baut der Staat auf Grundlage des staatlichen Sofortprogramms als erster Säule kurzfristig für 70 Millionen Euro rund 3.300 Wohnplätze für anerkannte Flüchtlinge. Diese Wohnungen sollen auf staatlichen Grundstücken entstehen und mit reduziertem Wohn- und Baustandard sowie mit befristeter Standzeit gebaut werden. Das kommunale Förderprogramm ist die zweite Säule. Dieses 4-Jahresprogramm umfasst 150 Millionen Euro jährlich, beginnt ab 2016 und richtet sich vornehmlich an Gemeinden. "Damit können wir jährlich mindestens 1.500 Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge fördern", so Eck. Die dritte Säule des Wohnungspakts Bayern steht für den Ausbau der staatlichen Wohnraumförderung. Allein für 2016 werden hier mehr als 400 Millionen Euro für die Wohnraumförderung inklusive der Studentenwohnraumförderung bereitgestellt. "Ab sofort können wir bei der Förderung von Mietwohnungen auch einen ergänzenden Zuschuss in Höhe von bis zu 200 Euro je Quadratmeter Wohnfläche gewähren. Das ergibt inklusive des Zuschusses für einen Vergabevorbehalt für anerkannte Flüchtlinge in der Summe bis zu 500 Euro pro Quadratmeter für den Investor. Das ist enorm", fasste Eck zusammen.

Um den Wohnungsbau zu beschleunigen, setze sich der Baustaatssekretär auch beim Bund für die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung für Mietwohnungsneubauten ohne regionale Begrenzung ein. Auch mache er sich stark, dass der Bund das Baugesetzbuch und weitere Rechtsvorschriften ändere, als Beispiel nannte er hier eine Beschränkung der Auflagen hinsichtlich der Energieeinsparung von Gebäuden.

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