Mauerwerk – Zwischalige Ziegelaußenwände

2. Ausführungstypen und Hinweise zum Wandaufbau

Zweischalige Wand mit Luftschicht

Der Schalenzwischenraum  enthält keine Wärmedämmung, seine Dicke entspricht der Luftschichtdicke.
Für die Ausführung der Luftschicht ist zu beachten:

  • Die Dicke der Luftschicht muss mindestens 60 mm betragen. Sie darf bis auf 40 mm reduziert werden, wenn der Mauermörtel mindestens an einer Seite des Schalenzwischenraums abgestrichen wird.
  • Die Luftschichtdicke ist als Planungsmaß festgelegt. Abweichungen nach DIN 18202 sind zulässig.
  • Die Außenschale darf oberhalb von Abdichtungen (auch im Brüstungsbereich) mit offenen Stoßfugen zur Entwässerung oder Lüftung versehen werden.

 

Zweischalige Wand mit Wärmedämmung

Der Schalenzwischenraum ist ganz oder teilweise mit einer Wärmedämmschicht ausgefüllt. Wärmedämmung, die den Schalenzwischenraum vollständig ausfüllt, wird auch Kerndämmung genannt. Aus baupraktischen Gründen ist es sinnvoll, einen sogenannten „Fingerspalt“ zwischen Wärmedämmung und Außenschale vorzusehen. Die Dicke des „Fingerspalts“ beträgt etwa 1 bis 2 cm. Es handelt sich dabei nicht um eine Luftschicht nach Norm. Jedoch ist die Dicke des Fingerspalts bei der Dimensionierung und den Abständen von Drahtankern oder Luftschichtankern zu berücksichtigen.

Piktogramm nach DIN 4108-10

Sofern der Schalenzwischenraum mit Wärmedämmung und einer Luftschicht ausgeführt wird, sind sinngemäß die unter „Zweischalige Wand mit Luftschicht“ aufgeführten Hinweise zu beachten. Für die Wärmedämmung gilt:

  • Es sind Wärmedämmstoffe des Anwendungstyps WZ nach DIN 4108-10 zu verwenden.
  • Platten- und mattenförmige Mineralfaserdämmung sowie Platten aus Schaumkunststoff und Schaumglas sind an der Innenschale so zu befestigen, dass eine gleichmäßige Schichtdicke sichergestellt ist.
  • Platten- und mattenförmige Mineralfaserdämmung ist so dicht zu stoßen, Platten aus Schaumkunststoff sind so auszubilden und zu verlegen (Stufenfalz, Nutz-Feder oder versetzte Lagen), dass ein Wasserdurchtritt an den Stoßstellen dauerhaft verhindert wird.
  • Bei lose eingebrachten Wärmedämmstoffen (z.B. Mineralfasergranulat, Polystyrolschaumstoff-Partikeln, Blähperlit) ist auf vollständige Füllung des Hohlraums zwischen Außen- und Innenschale zu achten.

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