Fotos: LRZ / Unipor, München

Mehrfamilienhaus in Passivhaus-Bauweise

ID-01-UFotos: LRZ / Unipor, München

Der Münchener Stadtteil Fürstenried-Forstenried wird vorrangig durch Wohnhäuser des 20. Jahrhunderts geprägt. Architekt Wolfgang Blanke und Innenarchitekt Niels Hauch orientierten sich bei der Planung städtebaulich an den Gebäudeformen der Nachbarbebauung, ohne auf moderne Stilmittel zu verzichten.

Mehrfamilienhaus in Passivhaus-Bauweise

Kompakter Baukörper mit optimierter Nutzfläche

Der kompakte Baukörper weist die für ein Passivhaus typische Verteilung von Fensterflächen auf: zur Südseite groß und bis zum Boden reichend, zum Norden hin bewusst klein gehalten, um den Wärmeverlust zu reduzieren. Wärmeschutztechnische Aspekte wurden auch bei der Planung der Balkone bedacht mit einer thermischen Trennung der vorgestellten Konstruktion. Zur Maximierung der Wohn- und Nutzfläche führt die moderne offene Bauweise mit geringem Trennwandanteil in allen drei Wohnungen.

Passivhaus-Wärmeschutz ohne Zusatzdämmung

Der Wunsch der Bauherren nach einer dauerhaft werterhaltenden Passivhaus-Bauweise ohne Wärmedämm-verbundsystem (WDVS) gab „…praktisch eine massive monolithische Bauweise mit einem hochwärme­dämmenden Wandbaustoff schon vor…“, erklärt Niels Hauch, zertifizierter Passivhausplaner und für Entwurf und Projektierung des Gebäudes zuständig. Das 49 Zentimeter dicke Außenmauerwerk des gewählten Planziegels erzielt beidseitig verputzt einen Wärmedurchgangswert von nur 0,14 W/(m²K) und erfüllt damit den für ein Passivhaus geforderten baulichen Wärmeschutz von maximal 0,15 W/(m²K). Eine zulässige Druckspannung des Mauerziegels von 0,8 MN/m² gewährleistet aus statischer Sicht eine ausreichende Tragfähigkeit.

Energiesparend und wohnbehaglich

Zur Erfüllung des Passivhausstandards tragen die zentrale Komfortlüftungs­anlage mit Wärmerückgewinnung, eine energiesparende Pelletheizung und ein Wohnraumofen im Erdgeschoss mit Einbindung in die Zentralheizung bei. Die thermische Solaranlage mit auf dem Steildach montierten Solarmodulen sorgt für eine weitere Reduzierung des Energiebedarfs.

Architekt:

Architekt Dipl.-Ing. Wolfgang Blanke (Ausschreibung und Bauleitung)
Veit-Stoss-Straße 50
D-80687 München
Dipl.-Ing. (FH) Niels Hauch, Innenarchitekt BDB und zertifizierter Passivhausplaner
(Entwurf und Passivhaus-Detailplanung nach PHPP)
Veit-Stoss-Straße 50
D-80687 München

Bauherr:

Baugruppe

Standort:

München, Stadtteil Fürstenried-Forstenried

Kategorie:

Mehrfamilienhaus

Baujahr:

2012/2013

 

 

Nettogeschossfläche nach DIN 227:

226,00 m²

Ziegelformat:

49,00 cm gefüllt

U-Wert:

0,14 W/m²K

Haustechnisches Konzept:

zentrale Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung
thermische Solaranlage, Pelletheizung
Wohnraumofen im Erdgeschoss mit hydraulischer Einbindung in die Zentralheizung

Schalldämmmaß:

erhöhter Luftschallschutz nach Beiblatt 2 der DIN 4109 (R’w >55 dB)

Druckfestigkeitsklasse:

6

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