Fotos: LRZ / Wienerberger / Frank Korte

Renaissance des Reihenhauses in der Stadt

ID-21-PORFotos: LRZ / Wienerberger / Frank Korte

Das Reihenhaus in neuer urbaner Anmutung entspricht nicht den Bildern eintöniger Reihenhauszeilen. Gründe sind die unterschiedlichen Geschosshöhen, vorspringenden Grundrisse in beiden Haushälften und einer Stapelung der Räume.

Renaissance des Reihenhauses in der Stadt

Innovatives Architekturkonzept für eine Lückenbebauung

Auf dem Grundstück befand sich bis in die 1960er-Jahre eine Seifenfabrik. Heute teilt sich die aus zwei Parteien bestehende Eigentümergemeinschaft zwei moderne viergeschossige Wohneinheiten mit vertikal und horizontal verspringenden Wänden. Diese Aufteilung der Räume und Flächen, verschachtelt und gestapelt, bescherte dem Objekt seinen Namen: Stacked House. Jede Etage und jeder Raum unterscheiden sich in Grundfläche sowie Höhe und sind individuell auf die Bedürfnisse der Familien zugeschnitten. In beiden Wohneinheiten gibt es keine Symmetrien.

Imprägniert und atmungsaktiv

Ungewöhnlich, dabei sehr kreativ und von überzeugender ästhetischer Qualität, ist die Gestaltung der Fassade. Die Außenwände aus massivem einschaligen Mauerwerk sind dünn mit einer atmungsaktiven, mineralischen und feuchtigkeitsbeständigen Schlämme beschichtet, die je nach Sonnenstand verschiedenfarbig schimmert. Dadurch wird das Relief jedes einzelnen Ziegels betont.

Die Architektin entschied sich für eine monolithische Ziegelbauweise - ohne künstliche Dämmung an der Fassade und ohne Putz. Dank abgestimmter Ergänzungsprodukte wie Deckenrand- und U-Schalen konnten Anschlussdetails sicher ausgeführt werden, mit dem Ergebnis einer wärmebrückenminimierten, energieeffizienten und überaus wirtschaftlichen Wandkonstruktion. Diffusionsoffene Ziegel sorgen für wohngesundes Raumklima. Da Temperaturschwankungen durch die Aufnahme und Abgabe von Wärme ausgeglichen werden, bleiben die eigenen vier Wände im Winter wohlig warm und im Sommer angenehm kühl. Ziegel reduzieren nicht nur Heizwärmeverluste und helfen damit die Betriebskosten zu senken, durch den Verzicht auf zusätzliche künstliche Dämmung verringern sich auch die Baukosten.

Architekt:

Michelle Howard
Danziger Str. 44
10435 Berlin

Bauherr:

Michelle Howard

Standort:

Berlin-Weißensee

Kategorie:

Mehrfamilienhaus

Baujahr:

2013

 

 

Nettogeschossfläche nach DIN 227:

455,00 m²

Ziegelformat:

36,00 cm gefüllt

Baukosten/m2:

1.100 EUR

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