Monolithisches Rathaus in Schnaitsee: Mit einem breiten Fries aus Lärchenholz wird das flache Satteldach von der Außenwand optisch entkoppelt. Fotos: LRZ / Leipfinger Bader

Rathaus-Neubau mit monolithischem Mauerwerk

ID-14-UFotos: LRZ / Leipfinger Bader

Funktionalität und Gestaltung perfekt vereint: Die oberbayerische Gemeinde Schnaitsee hat im Zuge der Umgestaltung ihres Ortskerns auch ein neues Rathaus in Auftrag gegeben. Der dreigeschossige Neubau aus Ziegeln spiegelt die regionale Bauweise in einem modernen, wirtschaftlichen Planungskonzept.

Rathaus-Neubau mit monolithischem Mauerwerk

Rathäuser haben eine zentrale Funktion und erfüllen dabei oft auch einen repräsentativen Zweck als "Visitenkarte" der Gemeinde. Im oberbayerischen Schnaitsee (Chiemgau) ist der Rathaus-Neubau besonders gelungen – sowohl gestalterisch als auch funktional. So verknüpft er die wertstabilen Vorteile einer monolithischen Ziegelbauweise mit den bauphysikalischen Pluspunkten eines naturnahen Wandbaustoffes.

Nutzungsoptimierte Raumverteilung

Während der Konzeption stand die städtebauliche Einbindung des Rathauses im Fokus. Entworfen wurde ein kompaktes Gebäude mit flach geneigtem Satteldach. Dabei bildet die hervorspringende Eingangsfassade aus Lärchenholz optisch einen Kontrapunkt zum weiß verputzten Mauerwerk. Im gesamten Gebäudekomplex wurde auf eine barrierefreie Erreichbarkeit aller Räume und eine nutzungsorientierte Raumverteilung geachtet. So lässt sich beispielsweise das im Erdgeschoss gelegene Trauungszimmer mit zwei Flügeltüren für größere Veranstaltungen zum Foyer hin erweitern.

Gefüllter Ziegel mit vielen Qualitäten

Die monolithische Ziegelbauweise orientiert sich an der Umgebungsbebauung und dem nachhaltigen Planungskonzept. Dank des tragfähigen Ziegels gehen Wirtschaftlichkeit mit Wärme- und Schallschutz Hand in Hand. Die mineralische Dämmstoff-Füllung und ein spezielles Lochbild ermöglichen niedrige Wärmeleitwerte bei relativ hoher Druckspannung. Für Planer und Gemeinde hatte die Energieeffizienz einen hohen Stellenwert. So überzeugt das beidseitig verputzte Außenmauerwerk mit einem Wärmedurchgangswert von nur 0,22 W/m²K. Gleichzeitig erfüllt das Mauerwerk ein bewährtes Schalldämmmaß. Auch für die Innenwände kamen mit Mauerwerksdicken von 11,5 und 24 Zentimetern zum Einsatz. Nach bestätigten Untersuchungen des Rosenheimer Institutes für Baubiologie haben sich diese als schadstofffrei erwiesen und tragen so zu einem wohngesunden Arbeitsumfeld der Mitarbeiter des Rathauses bei.

Architekt:

Planungsgruppe Strasser + Partner, Äußere Rosenheimer Straße 25, 83278 Traunstein

Ausführende Baufirma:

Bauunternehmen Josef Hogger, Ortmaringerstraße 24, 83361 Kienberg

Bauherr:

Gemeinde Schnaitsee

Standort:

Marktplatz 4, 83530 Schnaitsee

Kategorie:

Funktionsbauten

Baujahr:

2011-2012

 

 

Bruttogeschossfläche:

1.470,00 m²

Ziegelformat:

42,50 cm gefüllt

U-Wert:

0,22 W/m²K

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