Fotos: LRZ / Unipor, München

Diözesanmuseum Kolumba in Köln

ID-08-UFotos: LRZ / Unipor, München

Ausgrabungsfeld, Kapelle und Ausstellungsstätte – das Diözesanmuseum Kolumba in Köln ist die architektonische Verknüpfung von Religion, Kulturgeschichte und zeitgenössischer Kunst. Sichtmauerwerk aus Ziegeln dokumentiert in Verbindung mit Hintermauerwerk aus speziell entwickelten hochdruckfesten Füllziegeln die bauphysikalische Qualität des Bauwerkes.

Diözesanmuseum Kolumba in Köln

Stege, Stützen und Mauerwerk

Die verschiedenen Bereiche Kapelle, Museum und Ausgrabungsort stehen funktionell nebeneinander und sind trotz allem gestalterisch eng miteinander verbunden. Archäologische Ausgrabungen im Umfeld der Kapelle brachten bis in die Römerzeit zurückreichende Ziegelfundamente zutage. Über dem per Stege begehbaren Ausgrabungsfeld spannt sich eine zwölf Meter hohe Halle. Das umschließende Ziegelmauerwerk soll schützen, aber gleichzeitig den Kontakt der Ausgrabungsstätte zum Außenklima nicht unterbinden. Oberhalb der Umfassungswände der Kirchenruine befindet sich Mauerwerk, dessen Lochmuster Tageslicht in die Ausgrabungsebene strömen lässt. Filigrane Stützen tragen das oberhalb der Halle befindliche Museum. Sie münden unter anderem in die noch existierenden Pfeiler des Kirchturms der im Krieg zerstörten Pfarrkirche.

Wasseraufnahmefähigkeit von 12 Prozent

Hohe Anforderungen hatte der Hintermauerziegel zu erfüllen. Wegen der gewünschten ausgeglichenen Raumfeuchte sollte er eine hohe Rohdichte (1,2 kg/dm³) und Druckfestigkeit (20 N/mm²) mit einer außergewöhnlich hohen Wasseraufnahmefähigkeit von 12 Prozent verknüpfen. Angesichts dieser eigentlich widersprüchlichen Eigenschaften war eine Ziegelherstellung von nachgewiesen hoher Qualität gefordert. Die Wahl fiel auf einen Ziegelhersteller aus Paderborn. Dort wurde ein spezieller Ziegel entwickelt, der vom Architekten Kolumba-Füllziegel genannt wurde, weil dieser ihn als wesentlichen Füllkörper zum Sichtmauerwerk ansieht.

Maßgeschneiderte Ziegel

Dieser Füllziegel bildet mit dem Ziegel des Sichtmauerwerks einen Mauerwerksverbund mit Überbindemaß. Die besondere Schnitthöhe des Füllziegels von 15,1 Zentimetern resultiert aus dem Verbund: Drei Schichten Sichtmauerziegel ergeben zusammen mit drei Lagerfugen von jeweils 1,7 Zentimeter Dicke die Schichthöhe einer Lage Kolumba-Füllziegel plus Fuge. Die Toleranz der Abweichung von den geforderten Steinabmessungen lag bei Null. Umsicht und Sorgfalt bei der Auswahl der Baustoffe und deren Verarbeitung haben sich gelohnt. Architekt und Bauherr sind mit der Qualität der Ziegel und des Mauerwerks gleichermaßen zufrieden.

Architekt:

Peter Zumthor
Haldenstein
Schweiz

Ausführende Baufirma:

Erich Heitkamp GmbH
Köln

Bauherr:

Erzbistum Köln

Standort:

Köln

Kategorie:

Haus-Kategorien
Funktionsbauten

 

 

3.000 Kubikmeter speziell angefertigter Kolumba-Füllziegel

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