Fotos: LRZ / Unipor, München

Viel Licht und gespeicherte Sonnenwärme

ID-09-UFotos: LRZ / Unipor, München

„Die Sonne soll zu jeder Tageszeit im Haus spürbar sein“, so umschreibt Architektin Sabine Englert das zentrale Motto ihres Entwurfs für ein Wohnhaus in der Region Unterfranken. Die großflächigen Fenster bewirken aber nicht nur eine hohe Lichtdurchflutung: Im Zusammenwirken mit dem Ziegelmauerwerk werden passive Sonnenenergie-Gewinne erzielt und so der Heizenergiebedarf gesenkt.

Viel Licht und gespeicherte Sonnenwärme

Offenes, naturnahes Ziegelwohnhaus

Das Einfamilienhaus in Unterfranken fällt insbesondere durch seine ungewöhnliche Grundrissform und den praktisch nahtlosen Übergang der Fassaden in die Dachflächen auf. Der aus drei Gebäudeflügeln bestehende Baukörper mit einem schräg nach außen abknickenden Flügel umschließt auf drei Seiten einen dadurch trapezähnlich geformten Innenhof. Er öffnet sich auf der freien Seite zur umgebenden Landschaft und stellt gleichzeitig als genutzte Terrasse den gewünschten fließenden Übergang zwischen Wohn- und Landschaftsraum her.

Durchgehend angenehme Raumtemperaturen

Beim baulichen Wärmeschutz wird auf die Kombination aus einem 24 Zentimeter dicken Mauerwerk aus Block-Hochlochziegeln und einem 12 Zentimeter dicken Wärmedämmverbundsystem aus Mineralfaserplatten vertraut. Damit ist mit einer die Nutzfläche optimierenden schlanken Außenwand ein Heizenergie sparender Wärmedurchgangswert von 0,26 W/m²K sichergestellt – und das zu einem sehr wirtschaftlichen Preis. Der porosierte, naturnahe Mauerstein (Rohdichte 0,9 kg/dm³) garantiert mit einer zulässigen Druckspannung von 1,2 MN/m² eine ausreichende Tragfähigkeit. Ein weiterer Vorteil des Mauerwerks ist aufgrund der massiven Beschaffenheit seine gute Wärmespeicherfähigkeit.

Keine Durchfeuchtung durch Tauwasser

Bei Einsatz von Wärmedämmverbundsystemen trägt das Ziegelmauerwerk zu einer bauphysikalisch hochwertigen Außenwandlösung bei: Sie schützt das System sicher vor Durchfeuchtung. Denn bei einer Zusatzdämmung befindet sich der Taupunkt in der Regel innerhalb der Dämmschicht. Entstehendes Tauwasser kann in die Dämmung eindringen und so ihren Wärmeschutz verringern. Ein Wandbaustoff mit hoher Diffusionsfähigkeit – wie der verwendete Mauerziegel – ist in dieser Hinsicht vorteilhaft: Ziegel trocknen sehr schnell aus und durch die Diffusion wird verhindert, dass Tauwasser die Dämmschicht durchfeuchtet.

Kapillare sichern ausgeglichene Raumfeuchte

Diese Feuchte regulierende Eigenschaft des Ziegels wirkt sich auch auf das Wohlbefinden der Bewohner aus. Ein besonders diffusionsoffener Lehm-Innenputz unterstützt diese Eigenschaft zusätzlich. Gerade bei einem generationsübergreifenden Hauskonzept spielen solche positiven Eigenschaften bei der Bewertung eines Wandbaustoffes zwangsläufig eine große Rolle. „Der Bauherr und seine Angehörigen werden sich in dem Ziegelhaus auch noch in vielen Jahren sehr wohl fühlen“, so die Architektin Sabine Englert.

Architekt:

Architekturbüro Englert-Architektur
Dipl.-Ing. Architektin Sabine Englert
64293 Darmstadt

Ausführende Baufirma:

Jäger Bau GmbH
Klaus Jäger
63768 Hösbach-Rottenberg

Bauherr:

Privat

Standort:

Hösbach-Rottenberg/Unterfranken

Kategorie:

Haus-Kategorien
Einfamilienhäuser

 

 

U-Wert:

0,26 W/m²K

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