Fotos: LRZ / Unipor, München

Wohnanlage in Passivhaus-Ziegelbauweise

ID-17-UFotos: LRZ / Unipor, München

Im Frankfurter Stadtteil Kalbach wurden fünf Mehrfamilienhäuser in Passivhausbauweise errichtet. Niedrige monatliche Nebenkosten, ökologische Nachhaltigkeit, hoher Wohnkomfort sowie ein langfristig stabiler Werterhalt zeichnen diese Anlage in massiver Bauweise aus. Zum Einsatz kam ein vom Passivhaus-Institut Darmstadt zertifizierter gefüllter Ziegel mit hochwärmedämmenden Qualitäten.

Wohnanlage in Passivhaus-Ziegelbauweise

Massive Passivhäuser benötigen beim baulichen Wärme­schutz weder ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) noch spezielle Bauweisen. Dies zeigt eindrucksvoll eine Passivhaus-Wohnanlage mit 50 familienfreundlichen sowie seniorengerechten Mietwohnungen in fünf zwei- beziehungsweise dreigeschossigen Gebäuden in Frankfurt-Kalbach.

Moderner Wohnkomfort

Das Ensemble aus fünf um einen Innenhof gruppierten Gebäuden bietet mit seinen Ziegelsatteldächern und dem oberen Staffelgeschoss ein attraktives Erscheinungsbild. Der Anspruch an heutigen Wohnkomfort drückt sich in offen gestalteten Wohnungsgrundrissen und moderner Haustechnik aus. Alle Wohneinheiten sind mit Terrasse oder Balkon ausgestattet und verfügen im Wohn- und Schlafzimmer über Echtholzparkett. Das Untergeschoss dient als Tiefgarage und trägt so neben der wirtschaftlichen Einsparung von Grundstücksfläche zur Verkehrs­beruhigung bei.

Nachhaltig und werterhaltend

Angesichts der Vorgaben der Bauherren kam für die Außenwände nur ein massiver und naturnaher Wandbaustoff in Frage, der ohne Wärmedämmverbundsystem die Anforderung nach einem Wärmedurchgangswert von maximal 0,14 W/(m²K) erfüllen konnte. Der gewählte Ziegel gewährleistet den für ein Passivhaus geltenden Grenzwert durch ein ausgefeiltes Lochbild und eine Mineralwoll-Füllung aus natürlichem Basaltgestein. Der für ein Passivhaus notwendige bauliche Wärmeschutz erforderte zwangsläufig eine Minimierung von Wärmebrücken. Ein Hauptaugenmerk lag deshalb auf der wärmebrückenfreien Einbindung der Wohnungstrennwände in das Außenmauerwerk. Dadurch wurde auch die Schalllängsleitung über die Außenwand erheblich verringert werden.

Eine auf jedem Haus installierte Solaranlage deckt den Energiebedarf, die effektive Lüftung mit Wärmerückgewinnung sowie die energiesparende Gas-Brennwerttechnik als Heizung sind weitere Komponenten für den Passivhausstandard.

Architekt:

Scheffler & Partner Architekten BDA
Klettenbergstraße 24
60322 Frankfurt am Main

Ausführende Baufirma:

Hochbau Engel GmbH
Otto-Hahn-Straße 21
63456 Hanau-Steinheim

Bauherr:

ABG FRANKFURT HOLDING
Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH
Niddastraße 107
D- 60329 Frankfurt

Standort:

Frankfurt-Kalbach

Kategorie:

Mehrfamilienhaus

Baujahr:

2010-2011

 

 

Bruttogeschossfläche:

4.680,00 m²

U-Wert:

0,14 W/m²K

KFW Effizienzhausstandard:

Passivhausstandard

Jahresheizwärmebedarf (Passivhaus):

15 kWh/(m²a )

Investitionsvolumen:

circa 13,5 Mio Euro

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