Abwechslungsreiche Fassadengestaltung: Jedes Stockwerk des Wohnparks Siebenbrückenweg verfügt über Balkone und Loggias. Diese sind in die Lochfassade integriert und lockern sie optisch auf. Fotos: LRZ / Oberhauser GmbH / Leipfinger Bader

Geschosskünstler „Ziegel“

ID-36-UFotos: LRZ / Oberhauser GmbH / Leipfinger Bader

Mit dem Bau des Wohnparks am Siebenbrückenweg verwandelte sich eine brachliegende Grünfläche im Herzen von Landshut in ein attraktives Wohnquartier. Die neue Siedlung „Karlschwaige“ ist nach einem ehemaligen Gehöft benannt, das vor rund 200 Jahren auf dem Grundstück erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht.

Geschosskünstler „Ziegel“

Mit dem Entwurf der neuen Wohnsiedlung wurde der Landshuter Architekt Stefan Feigel (BDA) von der Architektengemeinschaft Feigel-Dumps Architekten beauftragt. Ein bestehender Bebauungsplan aus dem Jahre 1972 erlaubte eine hochverdichtete Wohnbebauung. Feigel sah fünf kompakte Gebäudeblöcke mit relativ geringer Grundfläche (Außenmaße 17,49 x 21,99 Meter) und Höhen von fünf bis maximal acht Geschossen vor. Laut Architekt sollten sie sich „mit kleinem Fußabdruck“ punktförmig um das zu erhaltende Hofgebäude gruppieren. Die optimale Verwendung von Flächen und Höhen bietet nicht nur möglichst viel Wohnraum, sondern auch Platz für Baudenkmal und Parkanlagen.

Die konzipierten Wohneinheiten sind in den einzelnen Häusern sehr individuell zugeschnitten und variieren in ihren Größen zwischen 55 und 125 Quadratmetern. Jeweils vier Wohneinheiten orientieren sich dabei pro Geschoss um das mittig im Baukörper angeordnete Treppenhaus. Das oberste Geschoss ist teilweise im Penthouse-Stil gestaltet. Die Flachdächer erhalten eine üppige Begrünung.

Verbindung von innen und außen

Balkone und Loggias tragen zu einer Auflockerung der geplanten Lochfassaden bei.
Analog zu den Balkonen wurden im Erdgeschoss flächengleiche Terrassen angelegt. Einheitlich bepflanzte Hochbeete in Stahleinfassung sorgen für eine räumliche Trennung zur parkähnlichen Umgebung. Zugunsten dieser wurde auf Vorgärten oder Freibereiche bewusst verzichtet. Eine durchgehende Tiefgarage ersetzt zudem oberirdische Stellplätze. Der Zugang erfolgt hier über eine Rampenanlage, wobei die Fluchttreppen mit Lüftungsöffnungen und Umwehrungen versehen sind. Gestaltet sind diese im Duktus der Hochbeete mit flächigen, perforierten Metalloberflächen.

Solide massive Bauweise gewünscht

Die Bauherren wünschten eine zur Wertbeständigkeit und Nachhaltigkeit der Immobilie beitragende massive Bauweise. Der Wandbaustoff sollte zudem hohe Wohnqualität sicherstellen und zu einem möglichst wirtschaftlichen Rohbau führen. Angesichts dieser Prioritäten erwies sich Mauerziegel als ideale Lösung.

Der Mauerziegel erreicht durch die spezielle, aussteifende Anordnung der Stege eine relativ hohe Druckfestigkeitsklasse und eine zulässige Druckspannung von 1,9 MN/m². Ein weiterer Grund für die hohe Belastbarkeit des Außenmauerwerks ist die Verlegung des werkseitig planeben geschliffenen Mauerziegels in Dünnbettmörtel mit gedeckelter Lagerfuge. Außerdem gewährleistet die Verzahnung der Steinstirnseiten eine Knirschverlegung im Stoßbereich. Der Verzicht auf eine Stoßfugenvermörtelung trägt so zusätzlich zu einem besonders druck- und zugfesten Mauerwerk bei.

Hoher Wohn- und Freizeitwert

Bezugsfertig sind die Häuser etappenweise seit Sommer 2017 (Häuser I bis III) bis Jahresende (Häuser IV und V). Schon in der Planungsphase stießen sie auf das Interesse zahlreicher potentieller Wohnungskäufer. Dafür sorgten unter anderem ein gehobener Wohnkomfort mit lichten Raumhöhen von bis zu 2,5 Metern sowie Fußbodenheizung und hochwertige Sanitäreinrichtung. Bodentiefe Fenster und Parkett ergänzen das positive Ambiente. Die energetische Versorgung erfolgt zudem über ein eigenes Blockheizkraftwerk. Zur hohen Nachfrage trug auch die gute Wohnlage bei. So bietet der Standort den Bewohnern durch die Einbettung in parkähnliche Grünflächen mit Rad- und Fußwegen sowie angelegten Sitzinseln einen hohen Wohn- und Freizeitwert. Hinzu kommt die direkte Anbindung an die gewachsene Infrastruktur der Innenstadt. Weitere „Natur-Highlights“ sind der in unmittelbarer Nachbarschaft liegende Albin Lang Park, die Mühleninsel und die in der Nähe befindlichen Isarauen.

Architekt:

Architektengemeinschaft Feigel-Dumps Architekten, Architekt (BDA) Stefan Feigel Klötzlmüllerstrasse 42
84034 Landshut

Ausführende Baufirma:

Oberhauser GmbH
Altstadt 3888
84028 Landshut

Werra-Bau GmbH & Co.KG
Malling 1
84140 Gangkofen

Bauherr:

Oberhauser GmbH
Altstadt 388
84028 Landshut

WJK Wohn- und Gewerbebau GmbH
Malling 1
84140 Gangkofen

Standort:

Siebenbrückenweg 1 bis 5
84034 Landshut

Kategorie:

Mehrfamilienhaus

Baujahr:

Anfang 2015 bis Ende 2017

 

 

Bruttogeschossfläche:

7.836,00 m²

KFW Effizienzhausstandard:

55

Ermittelter Jahresenergiebedarf:

Häuser I-III KfW- Energieeffizienzhaus-Standard 70, Häuser IV und V KfW- Energieeffizienzhaus-Standard 55 (27,68 kWh/m²a)

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