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Wohngesunde Lebenswelt für Kinder

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Dresden punktet als attraktiver Wirtschaftsstandort und Kulturmetropole mit grüner Lunge. Die Beliebtheit schlägt sich auch in der steigenden Bevölkerungszahl nieder. Für den Nachwuchs werden deshalb gleich 19 Kindergärten gebaut. Neue Maßstäbe setzt die integrative, barrierefreie Kita „Sonnenschein“ im nördlichen Vorort Pieschen.

Wohngesunde Lebenswelt für Kinder

Pieschen am Elbbogen gilt seit einigen Jahren bei jungen Familien als beliebtes Wohnviertel. Damit stieg auch in der alten Kita „Sonnenschein“ der Bedarf an Plätzen. Statt einer unwirtschaftlichen Sanierung des Nachkriegsbaus entschied sich die Stadt Dresden für Abriss und die Errichtung einer Kita.

Das Team um Christa Steinbrück plante auf dem über 3.500 Quadratmeter großen Grundstück zwei farbenfrohe, zueinander gestellte Baukörper in massiver Ziegelbauweise. Im Inneren bieten sie modernste Ausstattung mit vielfältigen Rückzugsorten und Möglichkeiten zum Entdecken der Lebenswelt.

Besondere Bedürfnisse

Die Einrichtung ist behindertengerecht konzipiert und damit barrierefrei. Schwellenlose Eingänge und Türen sowie ein Aufzug bieten Bewegungsfreiheit. Die raumhohe Glasfassade lässt nicht nur viel Licht ins Innere, sondern ermöglicht auch einen ungehinderten Blick in den naturnahen Außenbereich. Besondere Highlights sind die künstlerisch gestaltete Lichtdecke des Aufzugs, drei Spielgalerien und das Aquarium im Haupttreppenhaus.

Wohngesundes Mauerwerk

Ein schadstoffarm geplantes Gebäude mindert nachhaltig Gesundheitsrisiken. Bei der Wahl des Wandbildners setzte das Büro daher auf Ziegel, sollten doch vor allem die Jüngsten keinen Innenraumemissionen ausgesetzt werden. „Der kindliche Körper nimmt aufgrund seines schnelleren Stoffwechsels, einer proportional größeren Hautoberfläche und höherer Atemfrequenz ein Vielfaches an Schadstoffen auf als ein Erwachsener. Prinzipiell sollte man daher allergenarme, schadstofffreie Baustoffe bevorzugen“, empfiehlt Dr. Frank Bartram, Vorsitzender des Deutschen Berufsverbandes der Umweltmediziner (dbu).

Weitere Vorteile des massiven Baustoffs sind der hohe Schall-, Feuchte- und Wärmeschutz. In der kalten Jahreszeit dämmt der Stein mit einer Wärmeleitzahl von bis zu 0,08 W/(mK) auch ohne zusätzliche Außenhülle. Im Sommer „saugen“ die monolithischen Außenwände die Wärme tagsüber auf, speichern und geben sie zeitversetzt wieder ab.

Moderne Alternativen

Dank intelligenter Planung werden die Betriebskosten der Kita ganzjährig niedrig gehalten. Die effiziente Energieeinsparung wird unter anderem möglich durch das hoch wärmedämmende Mauerwerk, einer Luft/Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit Fußbodenheizung sowie der zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Letztere erfüllt zugleich eine andere wesentliche Bedingung. Obwohl neben einem Schulgebäude errichtet, sorgt die Anlage vor allem während der Schlafenszeit für Ruhe: „Dank kontrollierter Lüftung können die Fenster geschlossen bleiben – bei angenehmem Raumklima. Über Auslässe in der Unterhangecke strömt Frischluft in die Räume“, so Gudrun Töpper, vom GTW Ing.-Büro für Haustechnik, Dresden. Besonders ressourcenschonend, da ohne Energieaufwand, ist die nächtliche Kreuzlüftung, wodurch alle Räume auf natürliche Weise abgekühlt werden. Möglich wird dies durch vertikale Lamellenelemente in den Fenstern.

Auch die Dachfläche blieb nicht ungenutzt: „In Absprache mit der Stadt wurde die große Fläche dem Solarprojekt Dresden zur Verfügung gestellt. Solarstrommodule auf 138 Quadratmetern mit einer Leistung von 18,0 kWp erzeugen jährlich durchschnittlich 17.500 kWh Strom, welcher in das öffentliche Netz eingespeist wird“, erläutert Lutz Böhm vom Solarprojekt Dresden.

Architekt:

Architekturbüro Steinbrück
Christa Steinbrück
Plattleite 3A
01326 Dresden

Ausführende Baufirma:

Palm GmbH, Großenhain

Bauherr:

Stadt Dresden

Standort:

01127 Dresden

Kategorie:

Funktionsbauten

 

 

Nettogeschossfläche nach DIN 227:

1.429,00 m²

Ziegelformat:

42,50 cm gefüllt

U-Wert:

0,18 W/m²K

Haustechnisches Konzept:

Sanitär: behindertengerechte Sanitäranlagen
Heizung: Luft/Wasser-Wärmepumpe kombiniert mit Fußbodenheizung
Lüftung: zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Ausstattung: Aufzug, barrierefrei

Dachform/-neigung:

Flachdach mit integriertem Pultdach für Solaranlage

Dacheindeckung:

Gründach

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