62 Wohneinheiten auf Passivhausniveau

Monolithische Gebäudehülle aus Ziegeln

Mehrfamilienhaus mit 62 Wohneinheiten auf Passivhausniveau. Foto: Mein Ziegelhaus

Besonders wichtig waren für die Realisierung des Passivhauses in monolithischer Bauweise eine hervorragende energetische Dämmung sowie die Ausmerzung dämmtechnischer Schwachstellen. So liegt der Primärenergiebedarf bei 16,9 kWh/(m²a) und die Gebäudehülle weist einen U-Wert von 0,192 W/(m²K) auf. Darüber hinaus sorgte die bauliche Umgebung für eine weitere Herausforderung, denn nordöstlich befindet sich der Frankfurter Flughafen. Nach der aktuellen Fluglärmverordnung war ein Schalldämm-Maß (Rw) von 45 dB für die Außenbauteile gefordert. Deshalb war es Anliegen der Bauherren, dass neben hohen energetischen Standards auch beim Schallschutz hervorragende Werte erzielt werden.

Ziel war ein KfW-Effizienzhaus 40 zu bauen. Nachdem die Anforderungen an das Projekt planerisch umgesetzt worden sind, war Architekt und Bauherren bewusst, dass die Ziele nur mit einer monolithischen Gebäudehülle erfüllt werden können. Aus diesem Grund entschied man sich für ein Mauerwerk aus Ziegeln. Wohnungstrenn- und Treppenhauswände wurden mit Plan-Schallschutz-Verfüllziegeln errichtet. Für den Schallschutz sind besonders massive Wände von Bedeutung. Deshalb wählte man die dickste verfügbare Ausführung des Ziegels, um eine Wanddicke von 49 cm zu erreichen. Die angestrebten 45 dB Rw werden dadurch sogar knapp übertroffen. Zusätzlich wurden die Trennwände zwischen den Wohnungen und in den Treppenhäusern mit einem Plan-Schallschutz-Verfüllziegel gebaut. Bei Mehrfamilienhäusern liegt auch immer ein besonderes Augenmerk auf dem Brandschutz: Denn wo mehr Menschen leben, ist auch das Unfallrisiko höher. Alle verwendeten Ziegel gehören der Brandschutzklasse A1 für nicht brennbare Baustoffe an. Alle Wände sind dabei mindestens 90 Minuten gegen die Flammen resistent, wobei Wohnungstrennwände und tragende Innenwände als Brandschutzwände (Brandwand REI 90-M) zusätzliche Widerstandsfähigkeit aufweisen.

Entgegen der Planungen stellten die Planer nach Fertigstellung des Gebäudes fest, dass nicht nur der angestrebte KfW-40 Standard erreicht wurde, sondern dass die umfangreichen Maßnahmen den Passivausstandard ermöglichen.

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