Baugewerbe fordert schnelle Umsetzung der Maßnahmen des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen

Steuererleichterungen für Neubauten sind erster Schritt in die richtige Richtung

Logo: Zentralverband Deutsches Baugewerbe

"Wir unterstützen die "Kernempfehlungen und Maßnahmen", die anlässlich des Spitzengesprächs mit Bundesbauministerin Barbara Hendricks im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen verabschiedet wurden", sagte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes, in Berlin. "Vor allem einkommensschwächere Haushalte, aber zunehmend auch Haushalte mit mittlerem Einkommen haben vor allem in Ballungsräumen erhebliche Schwierigkeiten, bezahlbare Wohnungen zu finden. Hier schafft nur verstärkter Wohnungsbau Abhilfe und deshalb müssen diese Maßnahmen nun schnell umgesetzt werden," so Pakleppa.

Es werden sowohl private wie auch staatliche Investitionen benötigt, um in den nächsten Jahren jeweils mindestens 350 00 bis 400 000 zusätzliche Wohnungen für alle Bürger zu bauen. Ein Anreiz für zusätzliche private Investitionen im Wohnungsbau ist nur mit höheren Abschreibungssätzen gegeben, da die gegenwärtig gültige Abschreibung von 2 Prozent im Jahr für Mietwohnungsbau nicht mehr sachgerecht ist. Der Anteil von Bauteilen und technischen Anlagen mit einer Nutzungsdauer von höchstens 25 Jahren am Gesamtgebäude hat massiv zugenommen.

"Die von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble geplanten Steueranreize zur Förderung von preiswertem Wohnraum durch Sonderabschreibungen sind ein erster Schritt in die richtige Richtung. Bundesfinanzminister Schäuble erkennt erstmals an, dass mit den bisherigen Abschreibungssätzen eben kein zusätzlicher Wohnraum von privaten Investoren geschaffen werden kann," berichtet Pakleppa. "Aus Sicht des Baugewerbes ist aber die kurze Laufzeit des Programms problematisch, da so nur ein kurzfristiges Hochlaufen der Kapazitäten angestoßen wird. Dies wird weder dem notwendigen Nachholbedarf an Wohnungen gerecht, noch ergibt sich daraus der Anreiz, dauerhaft in den Aufbau von Mitarbeitern zu investieren. Wichtig wäre eine Laufzeit von mindestens 5 Jahren, um privaten Investoren und der Bauwirtschaft ausreichend Planungssicherheit zu geben," so Pakleppa abschließend.

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