Baukulturbericht überzeugt Politik

Parlamentarierer folgen den Empfehlungen der Bundesstiftung Baukultur

Foto: Baukultur Bundesstiftung

Der Bundestag hat noch vor der Sommerpause den Baukulturbericht 2016/17 „Stadt und Land“ der Bundesstiftung Baukultur behandelt und am 29. Juni 2017 eine Entschließung zum Baukulturbericht angenommen. Dadurch erhalten insbesondere die Handlungsempfehlungen des Berichts zusätzliches Gewicht. Die Regierung ist nun aufgefordert, diese Empfehlungen politisch umzusetzen. Gleichzeitig bestärkt der Bundestag die Stiftung in den neuen Fokusthemen „Erbe.Bestand.Zukunft“ für den kommenden Baukulturbericht.

„Der Entschließungsantrag des Bundestags zeigt, dass Baukultur als wichtiges und chancenreiches politisches Handlungsfeld für gesellschaftliche Herausforderungen gestärkt wird“, sagt Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur. „Das begrüßen wir – denn Baukultur bestimmt die Qualität unseres Alltags: wie wir wohnen und arbeiten, womit wir uns in unserer Heimat identifizieren.“

Mit der Annahme des Entschließungsantrags von CDU/CSU und SPD – bei Enthaltung der Opposition - folgten die Parlamentarier einer Beschlussempfehlung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Darin wird die hohe Qualität der Arbeit der Bundesstiftung Baukultur herausgestellt. Es sei wichtig, die Stiftung künftig weiter zu stärken: Zunehmend fungiere sie auch als Beraterin und Impulsgeberin für Akteure vor Ort, so der Ausschuss.

Die Bundesregierung begrüßt in ihrer Stellungnahme den Baukulturbericht 2016/17 als „fundierten Beitrag zur Bestandsaufnahme der baukulturellen Situation in Deutschland“ und als „gute Grundlage für eine politische Debatte über die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für Baukultur“. Der Bericht befasst sich mit den Fokusthemen „Vitale Gemeinden“, „Infrastruktur und Landschaft“ sowie „Planungskultur und Prozessqualität“. Die darin formulierten Handlungsempfehlungen zielen auf eine Stärkung der polyzentralen Struktur Deutschlands und damit auf gleichwertige Lebensverhältnisse. Vorgeschlagen wird etwa, Ortsbilder baukulturell durch ortsspezifisches Um- oder Neubauen zu prägen. Dies fördere Identität und Charakter. Auch die Stärkung und Vitalisierung von Ortskernen wird gefordert. Zudem soll auf lebendige Formate bei der Beteiligung und Vermittlung von Planungsprozessen geachtet werden.

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