Brandenburg steigert Grunderwerbsteuer auf Höchstsatz

Anhebung am 1. Juli 2015 von 5,0 auf 6,5 Prozent

Grunderwerbsteuer in Brandenburg verteuert sich um knapp ein Drittel, Foto: obs/Qualitypool GmbH

Damit verteuert sich die Grunderwerbsteuer in Brandenburg um knapp ein Drittel, nachdem der Steuersatz seit Januar 2011 konstant geblieben war. Gemeinsam mit dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein verlangt Brandenburg in Kürze den höchsten Steuersatz innerhalb der Bundesrepublik. 

Im Zuge der Erhöhung kann das Land Brandenburg die in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegenen Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer voraussichtlich noch einmal deutlich steigern. Mit seiner Entscheidung stellte sich der Landtag gegen die Kritik von Wohnungsbau- und Immobilienverbänden, die negative Auswirkungen der Steuererhöhung für die Altersvorsorge der Bundesbürger prognostizieren. Ebenso wenig entspricht die Anhebung der Grunderwerbsteuer den Bemühungen von Bund, Ländern und Kommunen, flächendeckend erschwingliche Immobilienpreise und Baukosten zu gewährleisten, wie es vom "Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen" seit Sommer 2014 angestrebt wird. 

Wie deutlich die Grunderwerbsteuer im letzten Jahrzehnt angestiegen ist, zeigt ein Vergleich des aktuellen Höchstsatzes von 6,5 Prozent und des Steuersatzes in Bayern und Sachsen. Diese beiden Bundesländer haben seit der Neuregelung der Grunderwerbsteuer im Jahr 2006 keine Steuererhöhung durchgeführt. In Brandenburg müssen Käufer künftig bei einem Immobilienkaufpreis von 150.000 Euro 9.750 Euro Grunderwerbsteuer zahlen. In Bayern und Sachsen sind es im gleichen Fall nur 5.250 Euro - die Grunderwerbsteuer hat sich also in den letzten zehn Jahren in einigen Bundesländern fast verdoppelt.

Dienstleistungen rund um den Ziegel

Lebensraum Ziegel bietet Ihnen die Möglichkeit sich als Ziegelexperte zu registrieren.

 

Zur Registrierung!

Neues aus der Welt der Ziegel

Sie haben interessante Informationen oder wollen eine Veranstaltung auf Lebensraum Ziegel veröffentlichen?
Dann nutzen Sie unseren Service!

 

zum Veröffentlichungsservice