Ziegelwände gewährleisten Nachhaltigkeit beim Bauen

Ziegelhaus für nachhaltiges Bauen zertifiziert und mit gut bewertet

Foto: JUWÖ Poroton

Mit der Zertifizierungs-Urkunde wird die Nachhaltigkeit eines Einfamilienhauses dokumentiert. Erarbeitet wurden die Kriterien durch Experten im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München. Die Gebäudehülle besteht aus hochwärmedämmenden, monolithischen Wänden aus Ziegelsteinen sowie aus Massivdecken aus Stahlbeton. Das Satteldach wurde als Holzsparrendach mit zwischen den Balken liegender Dämmung ausgeführt. Die Heizung und die Warmwasserversorgung des Hauses erfolgen über einen Anschluss an das Fernwärmenetz der örtlichen Energiegenossenschaft Fürth eG. Diese erzeugt Ökostrom in einer benachbarten Biogasanlage, und die dabei anfallende Wärme wird in das Fernwärmenetz eingespeist. Im Winter auftretende Spitzenlasten werden über ein zusätzliches, zentrales Heizwerk abgedeckt, das mit Pellets oder Hackschnitzeln betrieben werden kann.

Der Primärenergiebedarf des bereits bezogenen Wohnhauses liegt bei jährlich 13 Kilowattstunden pro Quadratmeter; damit werden die Anforderungen der Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV) um 84 Prozent unterschritten. Eine Lebenszyklusanalyse für die Baukonstruktion und die Gebäudetechnik (TGA) über einen Zeitraum von 50 Jahren ergab einen Gesamtprimärenergiebedarf von knapp 142 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter allseitig baulich umschlossener Netto-Grundfläche, wovon 45,93 Kilowattstunden auf den nicht erneuerbaren Gesamtenergiebedarf entfallen. Dagegen liegt der Anteil des erneuerbaren Primärenergiebedarf am Gesamtprimärenergiebedarf bei 67,6 Prozent. Die Ökobilanz weist ein Treibhauspotenzial (GWP - global warming potential) von 13,22 Kilogramm CO2-Äquivalenten pro Quadratmeter allseitig baulich umschlossener Netto-Grundfläche und Jahr aus. Dank seiner sehr guten Wärmedämmung in Verbindung mit der umweltfreundlichen und damit nachhaltigen Energieversorgung erfüllt das Haus 56 Prozent der aktuellen Nachhaltigkeitsvorgaben, die bei der Zertifizierung zugrunde gelegt werden. Dieser Wert entspricht der Note 2,6, also "gut".

Bei der vorausgegangenen Einzelbewertung wurde das Haus unter vier verschiedenen Aspekten analysiert, die je ein Viertel der Bewertung ausmachen: seine soziokulturelle und funktionale Qualität (beispielsweise sommerlicher Wärmeschutz und Barrierefreiheit), seine ökonomische Qualität (Kosten im Lebenszyklus sowie Zukunftsfähigkeit des Gebäudes), seine ökologische Qualität (Ökobilanz, Auswirkungen auf die Umwelt sowie Wasser- und Energiebedarf) und die Prozessqualität (Beratung, Zielvereinbarung, Dokumentation und Qualitätssicherung).

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