Bauphysik – Wärmeschutz

2. Energieeinsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

Die bauordnungsrechtlichen Anforderungen an die en-ergetische Qualität von Gebäuden liefert seit 2002 die Energieeinsparverordnung (EnEV), zuletzt novelliert am 01.05.2014 mit deutlichen Verschärfungen ab 01.01.2016. Die zulässigen Werte des Jahresprimärenergiebedarfs Q''p werden dann um 25 % und des Transmissionswärmeverlusts H'T im Mittel um ca. 15-20 % reduziert. Zudem gilt seit 01.01.2009 das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). Während die EnEV Anforderungen zur Reduzierung des Energiebedarfs vorgibt, verpflichtet das EEWärmeG zur Nutzung regenerativer Quellen bei der Wärme- bzw. Kälteversorgung von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Es gelten die Anforderungen der Tabellen unten. Nach EnEV wird der Jahresprimärenergiebedarf Q''p im Referenz-gebäudeverfahren ermittelt.

Dabei darf Q''p des geplanten Gebäudes nicht größer sein als Q''p des Referenzgebäudes. Bei letzterem handelt es sich um das geplante Gebäude, welches zur Ermittlung des zulässigen Q''p bei gleicher Geometrie und Gebäudeausrichtung in den Bauteilen und der Haustechnik mit Referenzwerten und -komponenten versehen wird. Diese stellen keine Grenzwerte oder einzig zulässige Ausstattung dar, sodass für ein Gelingen des Energienachweises verschiedene Stellschrauben möglich sind. Besser dämmende Bauteile können schlechter dämmende kompensieren. Ähnliches gilt für die Anlagentechnik.
Tabelle unten → Ausstattung des Referenzgebäudes

EEWärmeG 2011: Anforderungen (Nutzungspflicht erneuerbarer Energie für Neubauten)

EnEV 2014, §3: Anforderungen an Wohnungsneubauten

EnEV 2014, Anl.1, Tab.1: Ausführung des Referenzgebäudes für Wohnungsneubauten

EnEV 2014, Anl.1, Tab.2: Transmissionswärmeverlust H'T in W/(m²K); Höchstwerte für Wohnungsneubauten

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