Bauphysik – Wärmeschutz

6. Sommerlicher Wärmeschutz

Um kritische Räume vor unzumutbaren Temperaturen im Sommer aufgrund zu hoher solarer Wärmeeinträge zu schützen und auf Kühlungs-Anlagentechnik verzichten zu können, sind nach EnEV 2014 die Anforderungen des sommerlichen Wärmeschutzes einzuhalten:

mit:
Aw gesamte Fensterfläche in m² (Rohbaumaße)
g Gesamtenergiedurchlassgrad des Glases
FC Abminderungsfaktor für fest installierte Sonnenschutzvorrichtungen (→ Tab. unten)
AG Nettogrundfläche des Raumes (Innenmaße)

Zur Ermittlung des zulässigen Sonneneintragskennwertes Szul sind nach Tab. 8, DIN 4108-2 die anteiligen Sonneneintragskennwerte Sx zu ermitteln, abhängig von:

  • Klimaregion des Gebäudestandorts (heiß, mild, kühl)
  • Bauart (leicht, mittel, schwer)
  • Intensität der Nachtlüftung
  • Verglasungsart, Orientierung, Neigung, Verschattung

Gebäudehüllen aus Wärmedämmziegeln und massivem Innenausbau gelten als mittlere Bauart, aus Mau-erziegeln mit RDK ≥ 1,0 als schwere Bauart.

Auf Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes kann nach DIN 4108-2, Nr. 8.3 verzichtet werden, wenn:

  • bei Wohngebäuden der grundflächenbezogene Fensterflächenanteil des krit. Raums ≤ 35% und FC ≤ 0,30 (bei g > 0,40) bzw. FC ≤ 0,35 (bei g ≤ 0,40) oder
  • Fensterflächen unter den Grenzen Tab.6, DIN 4108-2

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