Gebäudestabilität – Ringanker und Ringbalken

1. Ringanker

sind in Wandebene liegende, horizontale Bauteile zur Aufnahme von Zugkräften, die in den Wänden infolge von äußeren Lasten (z.B. Wind) oder Verformungsunterschieden entstehen können.

Nach DIN 1053-1, Abschnitt 8.2.1 sind in alle Außenwände und in die Querwände, die als vertikale Scheiben der Abtragung horizontaler Lasten dienen, Ringanker zu legen, sofern

  • die Bauwerke mehr als zwei Vollgeschosse haben oder länger als 18 m sind,
  • Wände viele oder außerordentlich große Öffnungen aufweisen, besonders dann, wenn die Summe der Öffnungsbreiten 60 % der Wandlänge oder bei Fensterbreiten von mehr als 2/3 der Geschosshöhe 40 % der Wandlänge übersteigt,
  • es die Baugrundverhältnisse erfordern.
Ringanker aus WU-Schale

Ringanker sind in jeder Deckenlage oder unmittelbar darunter anzubringen. Sie dürfen aus Stahlbeton, bewehrtem Mauerwerk, Stahl oder Holz hergestellt sein. Sie müssen unter Gebrauchslast eine Zugkraft von 30 kN aufnehmen können. Ringanker aus Stahlbeton sind mit mindestens zwei durchlaufenden Rundstäben (z.B. 2 ø 10 mm) zu bewehren. Stöße sind dabei nach DIN 1045 auszubilden. Ringanker aus Mauerwerk sind gleichwertig zu bewehren.

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