Mauerwerk – Zwischalige Ziegelaußenwände

5. Verankerung von Verblendschalen

Mauerwerksschalen sind durch Anker nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung (abZ) aus nichtrostendem Stahl oder durch Anker nach DIN EN 845-1, deren Verwendung in einer abZ geregelt ist, zu verbinden.

Ankersysteme nach bauaufsichtlichen Zulassungen

stellen den Standard für die Verankerung von zweischaligem Mauerwerk dar. Sie lassen auch Schalenabstände von > 150 mm zu und können zudem die verformungstechnischen Eigenschaften der Vormauerschale verbessern. Für die Verwendung sind die in den Zulassungen genannten Kriterien zu beachten!
Beispiele typischer Anker nach Zulassung (abZ):

Dübelanker mit Klemm-/Tropfscheibe nach bauaufsichtlicher Zulassung zur nachträglichen Befestigung einer Verblendschale durch Bohrmontage
Luftschichtanker für Mauerwerkschalen aus Dünnbettmörtel, Schalenabstand 100 bis 200 mm
Luftschichtanker für Mauerwerkschalen aus Normalmörtel, Schalenabstand 40 bis 200 mm
Dübelanker für Schalenabstände bis 200 mm zur nachträglichen Verankerung in Vollstein/Beton

Drahtanker

Für Drahtanker, die in Form und Maßen dem Bild rechts Mitte entsprechen, gilt, sofern in einer Zulassung für die Drahtanker nichts anderes festgelegt ist:

  • Abstand: vertikal ≤ 500 mm; horizontal ≤ 750 mm;
  • lichter Abstand der Mauerwerksschalen: ≤ 150 mm;
  • Durchmesser: 4 mm;
  • Normalmauermörtel mindestens der Gruppe IIa;
  • Mindestanzahl: gemäß folgender Tabelle:
Windzonenkarte nach DIN EN 1991-1-4/NA
Drahtanker für zweischaliges Mauerwerk für Außenwände

An allen freien Rändern, z.B. Gebäudeecken, Öffnungen, entlang Dehnungsfugen und an oberen Enden der Außenschalen sind zusätzlich zur Tabelle links drei Anker pro laufendem Meter Randlänge anzuordnen.

Anordnung und Anzahl von Drahtankern nach DIN EN 1996-2/NA

Neues aus der Welt der Ziegel

Sie haben interessante Informationen oder wollen eine Veranstaltung auf Lebensraum Ziegel veröffentlichen?
Dann nutzen Sie unseren Service!

 

zum Veröffentlichungsservice