Auf dem brachliegenden Gelände der „Alten Brauerei“ in Vilsbiburg entstand dank anspruchsvoller Nachverdichtung qualitativer und bezahlbarer Wohnraum.

Aus Alt mach Neu

ID-45-U Fotos: LRZ / Kellhuber Immobilien

Durch anspruchsvolle Nachverdichtung wurde in Vilsbiburgs Innenstadt hochwertiger und bezahlbarer Wohnraum geschaffen. Auf dem Gelände der „Alten Brauerei“ entstanden über 70 Wohnungen in monolithischer Ziegelbauweise.

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Auf dem über 6.000 Quadratmeter großen ehemaligen Brauerei-Areal entstanden 74 Ein- bis Drei-Zimmer-Eigentumswohnungen. Wohnungen in solcher Lage sind begehrt. Dass dieser Wohnraum auch für Normalbürger bezahlbar sein muss, ist selbstredend. Vor dem Kauf des Grundstücks führte der Bauunternehmer, und gleichzeitig Bauträger, deshalb in belastbarer Kalkulation eine Preisermittlung durch, die ein klares Ziel vor Augen hatte: bezahlbarer Wohnraum mit einem Verkaufspreis von weniger als 2.500 Euro pro Quadratmeter. Dabei standen hohe Funktionalität, verantwortungsvolle Auswahl der Baumaterialien sowie hochwertige Bauausführung im Vordergrund.

„Quadratisch, praktisch, gut“

Diese einfache Formel gilt nicht nur für Schokolade, sondern ebenso für Gebäude: Je einfacher die Form, desto günstiger sind die Bau- und Instandhaltungskosten. Auch die Energiebilanz fällt aufgrund des guten Oberfläche-zu-Volumen-Verhältnisses günstig aus. Folgerichtig setzt die Planung auf zwei parallel zum Straßenverlauf stehende 67 beziehungsweise 45 Meter lange Gebäuderiegel. Auf der darunterliegenden Tiefgarage sitzen mit einer Gebäudebreite von 15 Metern das Erdgeschoss sowie zwei Ober- und ein Dachgeschoss. Vom Einzimmerapartment bis hin zur 100-Quadratmeterwohnung finden sich bei dieser Breite vernünftige Lösungen, deren Erschließung sich über Treppe und Lift wirtschaftlich realisieren lässt.

Mehr als ein Lippenbekenntnis

„Für uns alle soll es eine Freude bleiben, nachhaltige, mit Ziegeln aus der Region gebaute, Objekte für die Region und deren Bewohner zu realisieren“, erklärt Helmut Spillmann, Geschäftsführer des Bauunternehmens Kellhuber Immobilien. Das klingt ein wenig pathetisch, kommt jedoch von ganzer Seele und ist mehr als ein Lippenbekenntnis für den Baustoff Mauerziegel. Wärmedämmverbundsysteme haben bei Kellhuber keine Chance: Die monolithische Wand ist in den energetischen und wirtschaftlichen Langzeitberechnungen des Bauunternehmens eine fest gesetzte Größe. Neben der Nachhaltigkeit führt Spillmann auch die sommerliche Kühle seiner Ziegelbauten als wichtiges Argument auf. Auch für die Innenwände sind Mauerziegel festes Programm: Hier wurden Ziegel in den Stärken 11,5 beziehungsweise 17,5 und 24 Zentimeter verbaut. Beton in den Wandkonstruktionen findet man erst bei den Wohnungstrennwänden als Verfüllung der 24 Zentimeter starken Schallschutz-Verfüll-Planziegel. In Stahlbeton erstellt sind lediglich die Tiefgaragen, die Geschossdecken sowie die Aufzugsschächte.

Systemlösungen sind Standards

Im Sinne der Bauphilosophie auf Bewährtes zurückzugreifen, setzten Planer und Bauunternehmer ganz auf Ziegellösungen. Daher bedienten sie sich auch für die Detaillösungen aus dem reichhaltigen Baukasten der Systemelemente.

Auch in der Haustechnik vorbildlich

Ein wichtiger Baustein im energetischen Gesamtkonzept war die Verwendung regenerativer Energie für die Beheizung. Grundsätzlich stellte sich dabei die Frage einer nachhaltigen Energieerzeugung beziehungsweise -beschaffung. Für die Entscheidung, Fernwärme eines vorwiegend mit Hackschnitzeln betriebenen Heizkraftwerks zu nutzen, sprach unter anderem deren äußerst günstige CO2-Bilanz. Auch der deutlich geringere Flächenverbrauch gegenüber einer im Haus integrierten Heizanlage war ein maßgeblicher Faktor. Zudem konnten die Investitionskosten für die Bewohner gesenkt werden. Auch geringere Unterhaltskosten für technische Anlagen werden sich in Zukunft positiv bemerkbar machen.

Ziel erreicht

Trotz zwischenzeitlich verschärfter Vorschriften der EnEV, des besonderen Schallschutzes sowie der umfangreichen Sicherungsarbeiten, bleibt der Wohnraum auf dem Gelände der Alten Brauerei bezahlbar. So sind die erzielten Mietpreise von 7,50 Euro bis 8,50 Euro pro Quadratmeter auch in Vilsbiburg eine respektable Leistung.

Architekt:

breu + eckmeier architekten
alexandra breu
helmut eckmeier
Hofmark 13
84307 Eggenfelden

Bauherr:

Kellhuber Immobilien GmbH & Co. KG
Karl-Rolle-Straße 56
84307 Eggenfelden

Standort:

Veldener Straße 5,7 und 9 sowie Schwaiblmeierweg 1a + 1b
84137 Vilsbiburg

Kategorie:

Mehrfamilienhaus

Baujahr:

April 2016 bis Juli 2018

 

 

Nettogeschossfläche nach DIN 227:

5.620,00 m²

Rohbauausführung:

Kellhuber GmbH, Karl-Rolle-Straße 56
84307 Eggenfelden

Errechneter Jahresheizwärmebedarf aus Primärenergie:

655.000 KWh (errechnet) / 352.000 KWh (Verbrauch)

Gebäudemaße:

67 x 15 m (BA 1: 42 Wohnungen)
45 x 15 m (BA 2: 32 Wohnungen)

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