Ziegelneubau in der Gartenstadt Falkenberg

Architekturtradition identitätsstiftend weiterentwickelt

Foto: LRZ / Poroton / Lon Godin

Anne Lampen Architekten nahm zusammen mit Dagmar Gast Landschaftsarchitekten die Herausforderung an, bezahlbares Wohnen in qualitativ hochwertiger, identitätsstiftender Architektur mit einem Baudenkmal wie der von Bruno Taut entworfenen Tuschkastensiedlung in der Gartenstadt Falkenberg zu verbinden. Das Gebäudeensemble markiert den Eingang zum historischen Quartier und erzeugt durch die rechtwinklige Anordnung der zwei Neubauten Hofatmosphäre. Die Gestaltung von Fassade und Dach in schlichtem Schwarz wurde bewusst gewählt, der Kontrast der teilweise ziegelroten Laibungen dagegen orientiert sich an der Tautschen Farbtradition, die der Siedlung ihren Namen gab.

Erhöhte Schallschutzanforderung erfüllt

Der Bauherr, die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG, und die Architektinnen wählten bevorzugten eine robuste, langlebige Konstruktion ohne Zusatzdämmung und entschieden sich deshalb für eine monolithische Bauweise mit dämmstoffgefülltem Ziegel in der Stärke 42,5 Zentimeter. Zu dieser Entscheidung trugen nicht nur die bekannten Regulierungseigenschaften des Ziegels hinsichtlich Feuchte und Temperatur sowie niedrige Instandhaltungskosten dank monolithischer Bauweise bei. Entscheidend war, dass im Zusammenspiel mit Schallschutzziegeln und Deckenrandschalen an den Geschossübergängen die Anforderung an erhöhten Schallschutz im Gebäudeinneren erfüllt wurde.

Das beispielhafte Projekt wird ausführlich vorgestellt im Architekturmagazin „Stadt und Ziegel“.

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