Konjunkturmotor Baubranche

Vier-Punkte-Papier zur Bewältigung der Corona-Krise

Grafik: Bundesstiftung Baukultur

In einem Vier-Punkte-Papier haben die Bundesarchitektenkammer (BAK) und die Bundesstiftung Baukultur dargelegt, welchen Beitrag die Bauwirtschaft zur Überwindung der Corona-Krise leisten kann. Wenn die Politik die richtigen Weichen stellt, könnten Architekten, Planer und Baufirmen eine unmittelbare konjunkturelle „Lokomotivfunktion“ übernehmen. Das „Innovationsprogramm Baukultur“ umfasst vier Forderungen:

Innovationen und Zukunftsprojekte stärken

Die Corona-Krise kann Innovationsmotor für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen sein. Themenfelder sind z. B. die Digitalisierung von Prozessen und Geschäftsmodellen, aber auch die Resilienz von Städten sowie neue Gebäudetypologien und immobilienwirtschaftliche Nutzungskonzepte infolge veränderter Arbeitsmodelle und Konsumgewohnheiten. Die konsequente Unterstützung innovativer Zukunftsprojekte kann Deutschland im Standortwettbewerb voranbringen und öffentliche wie private Bauherren wieder in die Position versetzen, mit ihren Bauten Vorbildcharakter zu erlangen.

Klimaschutz baulich umsetzen

Der Bausektor kann unter allen Wirtschaftszweigen den größten Beitrag zum Klimaschutz leisten: Denn er gehört zu den ressourcenintensivsten Branchen und bietet gleichzeitig große Einsparpotenziale. Notwendig ist ein Programm für nachhaltiges Wirtschaften, Klimaschutz und den laufenden ökologischen Wandel. Durch klimagerechtes Bauen, den Einsatz nachwachsender CO2-neutraler Baustoffe sowie die Sanierung von Bestandsimmobilien können Bauaktivitäten stimuliert und gleichzeitig die klimapolitischen Ziele erreicht werden.

Vorliegende Planungen jetzt realisieren

Vorgesehene und vorbereitete Projekte sollten zügig umgesetzt werden. Die zeitliche Befristung der erforderlichen Konjunkturmittel führt dabei zu entsprechendem Handlungsdruck. Die Bauwirtschaft kann weitere Aufgaben übernehmen und dadurch den Abbau von Arbeitsplätzen vermeiden. Investitionen der öffentlichen Hand, die den langfristigen Strukturwandel fördern und private Investitionen auslösen, sind aktuell besonders sinnvoll. Stichworte sind neben dem klimagerechten Bauen und Nachhaltigkeit der Wohnungs-, Krankenhaus- und Schulbau sowie der Ausbau der öffentlichen Infrastruktur.

Wirksame Strukturen schaffen

Um die Konjunkturmaßnahmen zügig umsetzen zu können, müssen in Bauämtern und Behörden neue Ressourcen geschaffen werden. Mittelfristig muss in die technischen Voraussetzungen für bessere Prozesse und schnellere Abläufe in der Verwaltung investiert werden. Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung kann durch Entbürokratisierung sowie die Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung erreicht werden.

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