Stadt zurückgeben.

Ein Gespräch mit DGNB-Vizepräsident Martin Haas über räumliche Freiheit, soziale Balance und die Verantwortung von Architekten in einer digitalisierten Welt.

Foto: Holger Hill

Abb.: Lebensraum Ziegel / Julian Klinner

„Herr Haas, durch alle Epochen wurde das Bild von Städten geprägt. Wie definieren wir heute Stadt?“

„In einer Welt, die sich durch Digitalisierung und einen drohenden ökologischen Kollaps radikal wandelt, muss Stadt neu gedacht werden. Die technologische Entwicklung führt nicht nur dazu, dass Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen, sondern hat auch räumliche Konsequenzen. Die Aufteilung des Stadtkörpers in Erwerbs- und Wohngebiete, im 20. Jahrhundert üblich, entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.“

„Wie wirkt sich das aus?“

„Verwaltungsgebäude und Produktionsstätten werden zunehmend als Lebensräume begriffen. Es gelten die gleichen Qualitätsanforderungen wie beim Wohnen. Vernetzte Technologie und dezentrale Produktion erlauben auch neue räumliche Freiheit. Digitale Produktion kann, bildlich gesprochen, in jeder Küche stattfinden. So kann die Gestaltung unserer gebauten Umwelt wieder menschlichen Bedürfnissen folgen und ist weniger denn je technischen Zwängen unterworfen.“

„Der Mensch wird wieder zum Maßstab?“

„Unbedingt. Daher müssen optimale Aufenthaltsbedingungen, Individualität, Maßstäblichkeit und Identität die wesentlichen Kriterien bei der Stadtentwicklung sein. Und die Qualität der Zwischenräume bestimmt die Qualität unserer Städte. Trotz Digitalisierung, oder gerade wegen dieser, ist der Wunsch nach dem analogen, realen Austausch ungebrochen. Als Planer haben wir eine gesellschaftliche Verantwortung. Räume beeinflussen Menschen!“

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