Umfrage des VdW Bayern

Wohnungsmarkt: Lange Genehmigungsverfahren bremsen Neubau

Foto: Lebensraum Ziegel / Deutsche Poroton / Matthias Rotter

Trotz ehrgeiziger Bauprogramme von Bund und Freistaat kommt der Wohnungsbau nur schleppend voran. Lange Genehmigungsverfahren gehören nach einer Umfrage des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW) zu den größten Bremsen am Bau.

Weitere Ursachen sind der höhere Planungsaufwand durch Verordnungen (57%) und die steigenden technischen Anforderungen an Gebäude (54%). Die hohe Auslastung des Bauhandwerks (49%) und die schwierige Grundstückbeschaffung (42%) erschweren zusätzlich.

„Die Neubauinvestitionen unserer Mitglieder haben in den letzten Jahren spürbar angezogen“, sagt Verbandsdirektor Hans Maier. Aber die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau seien weiterhin nicht optimal.

Einzug erst nach drei Jahren

Von der Planung bis zum Bezug dauern die Bauprojekte durchschnittlich drei Jahre. Bei knapp einem Drittel der befragten Unternehmen lag die Bauzeit bei vier Jahren und mehr. Innerhalb von zwei Jahren wurden nur ein Viertel der Bauprojekte fertig gestellt. „In den Kommunen muss das Bauen zur Chefsache werden. Wir brauchen ein Miteinander von Wohnungsunternehmen und Baubehörden“, fordert Maier.

Kommunen und Bund in der Pflicht

Auch die befragten Wohnungsunternehmen sehen Handlungsbedarf bei den Kommunen. Eine Beschleunigung der Genehmigungsverfahren (80%) und die Optimierung der kommunalen Abstimmungsprozesse (52%) wurden als wirkungsvolle Baubeschleuniger genannt. Von der Bundesregierung erwarten sich die Unternehmen flexiblere Baustandards (72%).


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