Baukindergeld: Lohnenswerte Unterstützung für erstes Eigentum

finanzielle Förderung bei Eigennutzung

Das Baukindergeld ist beschlossen und Anträge sollen bereits in 2018 bearbeitet werden. Familien mit Kindern werden für ihre Entscheidung zum Wohneigentum belohnt. Grafik: Lebensraum Ziegel / Julian Klinner

Berlin, September 2018 (PRG) – Jetzt sind alle Details klar, das Baukindergeld wird ab 18. September 2018 bewilligt. Familien mit mindestens einem Kind erhalten diese geplante Unterstützung bei einem steuerpflichtigen Einkommen von bis zu 75.000 Euro plus 15.000 Euro Freibetrag pro Kind. Lebt der minderjährige Nachwuchs in einer Familie mit Kindergeldanspruch, zahlt der Staat über zehn Jahre pro Kind 1.200 Euro – bis zum 25. Lebensjahr. Stichtag dafür ist der 1. Januar 2018. Fest steht jetzt schon, der vorerst letztmögliche Termin zur Antragstellung ist der 31. Dezember 2020. Allerdings nur, wenn zum ersten Mal eine Immobilie zur Eigennutzung erworben wird.

Zinstilgung über zehn Jahre optimieren

Im Gegensatz zur früheren Eigenheimzulage stockt das Baukindergeld das Eigenkapital nicht auf. Der noch nicht feststehende Auszahlungsrhythmus – ob monatlich oder jährlich – optimiert in jedem Falle den finanziellen Spielraum für die Zinstilgung. Wird das Baukindergeld jährlich ausgereicht, kann der Betrag direkt in die Finanzierung einfließen und senkt so von Jahr zu Jahr deutlich die Restschuld. Bedenkenswert: Diese Sondertilgung bei der Hausbank lohnt nur gebührenfrei. Alternativ lässt die monatliche Berechnung eine kontinuierliche Erhöhung der Rückzahlung über die ganze Dekade zu.

KfW bleibt erste Adresse

Nach wie vor bleibt das KfW-Programm für energieeffizientes Bauen, zum Beispiel für ein Ziegelhaus, günstig für eine Finanzierung. Bis zu 100.000 Euro Kreditbetrag fördert die Bank mit einem effektiven Zinssatz von derzeit 1,36 Prozent pro Jahr*. Mit bis zu fünf tilgungsfreien Anlaufjahren bei 30 Jahren Laufzeit zum Satz von 1,71 Prozent pro Jahr* ist das sehr bauherrenfreundlich. Ein Tilgungszuschuss reduziert den Kredit – bei einem KfW-Effizienzhaus 40 Plus sind das bis zu 15.000 Euro. Außerdem übernimmt die KfW teilweise das Honorar der verpflichtenden Energieeffizienz-Experten. Jedoch zeigt die Erfahrung der letzten Jahre, das der Bauherr mit sehr hohem finanziellen Aufwand nur wenige hundert Euro Heizkosten pro Jahr spart.

Das ebenfalls geförderte Effizienzhaus 55 stellt wirtschaftlich die sinnvollste Lösung dar. Es benötigt etwa die Hälfte des Mindeststandards an Energie und ist deutlich kostengünstiger als ein Haus nach KfW-40-Standard. Um den KfW-55-Standard zu erfüllen, genügt dank sehr guter Wärmedämmung eine monolithische Ziegelbauweise ab 36,5 Zentimeter Wandstärke. Eine zusätzliche, kostenintensive Dämmschicht an der Fassade erübrigt sich. Diese Lösung reduziert Bau- und langfristige Instandhaltungskosten.

Experten gehen davon aus, dass die KfW für die Bearbeitung des Baukindergeldes zuständig wird. Insofern unser Praxistipp: Es lohnt sich unbedingt, vor Baubeginn die vorhandenen Fördertöpfe auszuloten: Regional unterschiedlich können diese beim Land und sogar beim Bürgermeister oder der Kirche stehen. Ein Ratgeber unter www.lebensraum-ziegel.de zeigt weitere Fördermöglichkeiten mit aktuellen Konditionen auf.

*Förderbedingungen Stand 8/2018. Alle Angaben ohne Gewähr.

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