Vorzeigemetropole bleiben

Pressereise der Deutschen Ziegelindustrie

Das Baugebiet Mitte Altona soll bis 2030 etwa 10.000 Menschen neuen Wohnraum bieten. Wie im Bündnis für Wohnen gefordert, wird ein Drittelmix aus Eigentum, frei finanziertem und geförder-tem Wohnungsbau realisiert. Foto: Lebensraum Ziegel / Christoph Große

 

Mai 2018 (PRG)Hamburg steht vor einer Herausforderung: Bis 2035 soll die multikulturelle Hansestadt laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) um rund 162.000 Einwohner auf dann fast zwei Millionen Menschen wachsen. Doch verfügbarer Wohnraum ist schon jetzt knapp.

Eine Entwicklung, bei der die Verantwortlichen in Hamburg nicht einfach zuschauen wollen. Das 2011 beschlossene „Bündnis für das Wohnen in Hamburg“ soll zu einer sozialverträglichen Entwicklung am Wohnungsmarkt beitragen. Darauf haben sich die Stadt Hamburg, Verbände der Wohnungswirtschaft und das kommunale Hamburger Wohnungsunternehmen Saga GWG verständigt.

Sozialverträgliche Stadtentwicklung

Im Rahmen des Bündnisses sollen konkrete Ziele und Maßnahmen den Wohnungsbau beschleunigen und zu einem Wohnungsmarkt mit ausgewogenen Nachbarschaften beitragen. So ist es weiterhin Kernziel, von den jährlich 10.000 geplanten Baugenehmigungen mindestens 30 Prozent als geförderten Wohnungsbau mit Mietpreisbindungen zu realisieren. Dazu wurde ab 2017 die Kapazität für die Neubauförderung noch einmal gesteigert.

Hintergrund sind die in den letzten Jahren rasant gestiegenen Mieten: 2017 betrug eine durchschnittliche Nettokaltmiete in Hamburg 8,44 Euro je Quadratmeter, bundesdeutscher Durchschnitt waren 6,72 Euro je Quadratmeter. Die Mieten im zentralen Stadtgebiet liegen weit über diesem Wert, was die soziale Entmischung dieser Lagen verschärft. Die Stadt versucht, die Situation mit einem Drittelmix aus frei finanzierten Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Sozialwohnungen zu meistern.

Maßvolle Verdichtung

Trotz dieser Bestrebungen steht fest, dass Hamburg nicht unendlich viel Platz bietet. Wenn zusätzlicher Flächenfraß gestoppt werden soll, führt der Weg zu neuem Wohnraum – egal, ob günstig oder hochpreisig – zwangsläufig über Nachverdichtung und Konversion: Innerstädtische Flächen werden zunehmend für den Wohnungsbau aktiviert. Es muss dabei maßvoll verdichtet werden, um Freiraumqualität und Grünflächen zu erhalten. Ausreichend neue Parkflächen sowie Ausgleichsflächen für bebaute Landschaftsschutzgebiete sind Teil des Konzeptes.

Klimaschutz und Erhaltung des Stadtbildes

Eine nachhaltige Stadtentwicklung muss jedoch auch die ökologische Komponente im Blick haben. Daher räumt das Bündnis für Wohnen Klimaschutz und Energieeffizienz hohe Priorität bei Neubau und Sanierung ein. Lösungen zur Senkung des Energieverbrauchs und zum Ausbau des Anteils erneuerbarer Energien sollen erarbeitet werden. Neben Neubau nach neuesten energetischen Standards sind weitere energetische Sanierungen des überalterten Bestands nötig, um bis 2020 angestrebte Endenergieverbräuche von 128 kWh/a je Quadratmeter Wohnfläche zu erreichen. In den nächsten Jahren wird es darum gehen, günstigen Wohnraum und Energieeffizienz miteinander zu verbinden. Der Auswahl nachhaltiger Baustoffe kommt dabei eine steigende Bedeutung zu.

Stadtkulturelle Aspekte sind Bestandteil der Wohnungsbaupolitik. Aus diesem Grund legt Hamburg bei der Modernisierung und beim Neubau großen Wert auf den Erhalt der stadtbildprägenden Backsteinfassaden. Der Klinker gehört seit dem Mittelalter zum Gesicht der Hansestadt und ist ein identitätsstiftendes Baumaterial. Gestaltungsvorgaben des Bündnisses sehen den Erhalt dieses architektonisch-historischen Erbes vor. Backsteinerhaltende Maßnahmen werden gefördert.

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