Mauerziegel – Anforderungen an Mauerziegel

2. Maße und Grenzabmaße

Maße

Die vom Hersteller deklarierten Maße nach DIN EN 771-1 dürfen die nachfolgend in Tabelle 2 aufgeführten Werte nicht über- bzw. unterschreiten.

Sollmaße für Mauerziegel (nach Tabelle 2, DIN 20000-401:2017-01)

Sollmaße für Mauerziegel (nach Tabelle 2, DIN 20000-401:2017-01)
  • Mörteltaschen ...
    ... dürfen Mauerziegel aufweisen – Planziegel nicht.
    ... müssen Mauerziegel mit Mörteltaschen mindestens an einer Stirnfläche aufweisen.
    ... müssen folgende Tiefe betragen:
    – bei beidseitiger Anordnung ≥ 15 mm, ≤ 25 mm;
    – bei einseitiger Anordnung ≥ 30 mm, ≤ 40 mm.
    ... müssen etwa über die halbe Steinbreite reichen.
    Verbleibende Randbereiche: b ≥ 40 mm
  • Nut- und Feder-Ausführung:
    Als Länge gilt das Maß von der Feder der einen Stirnfläche bis zur Nutengrundfläche der anderen Stirnfläche. Die Nut- und Feder-Ausführung muss eine einwandfreie Stoßflächenerzahnung sicherstellen.
  • Bei Planziegeln nach Tabelle A.1 darf das vom Hersteller deklarierte Höchstmaß der Breite 240 mm         nicht überschreiten.
  • Mauerziegel zur nichttragenden Ausfachung von Fachwerksflächen, vollständige Stoßfugenvermörtelung: Auch bei b ≥ 115 mm einseitig mittige Mörteltasche von b ≤ 50 mm, t ≤ 30 mm zulässig.

Grenzabmaße von Mauerziegeln

Auf den Mittelwert bezogene Abmaße

Der Hersteller muss ebenfalls angeben, welche Abmaßklasse für Mittelwerte nach DIN EN 771-1 die Mauerziegel erfüllen. Sofern für die vorgesehenen Verwendungszwecke, für die die Mauerziegel in Verkehr gebracht werden, erforderlich, muss der Hersteller ebenfalls angeben, welche Klasse der Maßspanne nach DIN EN 771-1 eine bestimmte Lieferung von Mauerziegeln erfüllt.

Auf den Mittelwert bezogene Abmaße1)
(nach DIN EN 771-1:2015-11)

Auf den Mittelwert bezogene Abmaße (nach DIN EN 771-1:2015-11)

Maßspanne1)
(nach DIN EN 771-1:2015-11)

Maßspanne (nach DIN EN 771-1:2015-11)

Die vom Hersteller deklarierte Toleranzklasse muss T1, T1+, T2, T2+ bzw. Tm, die vom Hersteller deklarierte Maßspanne für eine Produktion oder Lieferung muss R1, R1+, R2, R2+ bzw. Rm entsprechen. Ist T1 deklariert, darf das Sollmaß der Mauerziegel für die Höhe 71 mm nicht unterschreiten und 175 mm nicht überschreiten. Werte nach Tab. 3, DIN 20000-401 dürfen durch die vom Hersteller deklarierte Abmaßklasse Tm nicht unter- bzw. überschritten und die vom Hersteller deklarierte Toleranzklasse Rm nicht überschritten werden.


1) Erfolgt die Probenahme der Mauerziegel aus einer Lieferung nach EN 771-1, Anhang A und die Prüfung nach EN 772-16, darf

  • bei Abmaßen: die Differenz aller Maße zwischen dem deklarierten Wert und dem aus den Messungen an den Proben ermittelten Mittelwert nicht größer sein als der deklarierte Wert von einer der folgenden Klassen, wobei der Wert auf ganze Millimeter zu runden ist.
  • bei Maßspannen: die innerhalb einer Probe ermittelte größte Maßspanne jedes Maßes (d. h. die Differenz zwischen dem größten und dem kleinsten ermittelten Maß an einzelnen Steinen) nicht größer als einer der den nachstehenden fünf Klassen zugeordneten Höchstwerte sein, wobei der Wert auf ganze Millimeter zu runden ist.

Zulässige Abweichungen von den Sollmaßen und Maß- spannen für die deklarierten Toleranzklassen Tm und Rm von Mauerziegeln einer Produktion oder Lieferung (nach Tab. 3, DIN 20000-401 und Tab. 2, DIN 105-4)

Zulässige Abweichungen von den Sollmaßen und Maß- spannen für die deklarierten Toleranzklassen Tm und Rm von Mauerziegeln einer Produktion oder Lieferung

Ebenheit und Planparallelität der Lagerflächen

  • Die Lagerflächen von Planziegeln müssen planeben und planparallel sein.
  • Die vom Hersteller deklarierte Abweichung der Lagerflächen von der Planebenheit und von der Planparallelität darf höchstens 1,0 mm betragen.

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