Mauerziegel – Anforderungen an Mauerziegel

3. Form und Ausbildung (Innere Geometrie)

Form, Lochgeometrie sowie Stegdicken müssen durch den Hersteller in Form einer Zeichnung, durch Beschreibung oder durch Bezugnahme auf die Tabelle A.1 nach DIN 20000-401 angegeben sein. Beispiele sind in DIN 771-1, Bild 2 und 3 dargestellt.

Lochanteil

Bei Mauerziegeln nach DIN 20000-401, Tabelle A.1 darf der vom Hersteller deklarierte Lochanteil bezogen auf die Lagerfläche die in Tabelle A.1 angegebenen Werte nicht unter- bzw. überschreiten.

Grifflöcher

  • sind nur dort anzuordnen, wo sie zur Handhabung erforderlich sind.
  • Anordnung: Die Gesamtfläche der Grifflöcher und Mörteltaschen darf nicht mehr als 12,5 % der Lagerfläche des Mauerziegels nach Tab. A.1 betragen.
  • Querschnitt (einzelnes Griffloch) ≤ 16 cm² Davon abweichend ist bei Mauerziegeln mit einer Höhe ≤ 113 mm zulässig: Griffschlitz ≤ 38 cm². Bei Keramikklinkern: Einzelnes Griffloch ≤ 50 cm²
  • Randzone um das Griffloch muss bei Mauerziegeln bis zu einer Breite ≤ 175 mm mindestens 40 mm Breite aufweisen. Hiervon abweichend dürfen bei Mauerziegeln mit 115 mm Breite je Mauerziegel zwei Grifflöcher ≤ 16 cm² (Daumenlöcher) mittig, in Richtung der Ziegelbreite, angeordnet werden.
  • Bei Grifflöchern/-schlitzen > 16 cm² und Ziegelbreiten > 175 mm muss die Randzone um das Griffloch mindestens 50 mm Breite aufweisen. Der Bereich zwischen den Grifflöchern muss ≥ 50 mm betragen.
  • Bei der Ermittlung des Gesamtlochquerschnittes von Mauerziegeln mit der Lochungsart A, E und W sind die Grifflöcher, aber nicht die Mörteltaschen, dem Lochanteil hinzuzurechnen. Bei Mauerziegeln mit der Lochungsart B sind die Grifflöcher und die Mörteltaschen dem Lochanteil hinzuzurechnen.

Stegdicken

Bei Mauerziegeln nach Tabelle A.1 müssen die vom Hersteller deklarierten Steg- bzw. Mindeststegdicken den Anforderungen nach Tabelle A.1 entsprechen.

Form und Lochgeometrie

  • Mauerziegel nach Tabelle A.1 müssen hinsichtlich Form und Lochgeometrie den Anforderungen der Tabellen A.1 bis A.6 entsprechen.
  • Die Löcher müssen gleichmäßig über die Lagerfläche verteilt sein.
  • Hochlochziegel der Lochung B und E nach Tab. A.1: Es müssen durchgehende Stege in Richtung Wanddicke angeordnet und die längere Seite der Löcher in Richtung Wanddicke orientiert sein.
  • Langlochziegel: nur mit Rechtecklochung (Einzellochquerschnitt ≤ 6 cm²) mit durchgehenden Innenquerstegen, Abstand ≤ 15 mm zulässig.

Lochungsarten, Löcher und Stege (nach Tabelle A.1, DIN 20000-401 und Tabelle 1, DIN 105-4)

Lochungsarten, Löcher und Stege

Mindestzahl der Innenlängsstege und Lochreihenanzahl in Richtung der Wanddicke (DIN 20000-401:2017-01)

Mindestzahl der Innenlängsstege und Lochreihenanzahl in Richtung der Wanddicke

Lochreihenanzahl in Wandlängsrichtung für PHLzE und HLzE (nach Tabelle A.5, DIN 20000-401:2017-01)

Lochreihenanzahl in Wandlängsrichtung für PHLzE und HLzE

Mulden

Vollziegel dürfen Mulden aufweisen, deren Anteil ≤ 20 % bezogen auf das Volumen des Ziegels beträgt.

Beispiele für Lochungsarten nach DIN 20000-401

Beispiele für Lochungsarten
Beispiele für Lochungsarten

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